Xiaomi hat sich bislang nicht im Detail zu den Plänen geäußert, wie man 2027 in Europa mit Elektroautos starten möchte. Aber ob das allein mit den bisherigen Modellen passiert oder sogar noch ein Wagen dazukommt, das ist bislang ein großes Rätsel.
Derzeit bietet uns Xiaomi mit SU7 eine große Limousine an und mit YU7 außerdem ein kompaktes SUV auf dem Level des Tesla Model Y. Was es noch nicht gibt, ist ein kleineres Auto für europäische Straßen. Hier wäre der Bedarf an Fahrzeugen zwischen 4,2 bis 4,5 Meter deutlich höher.
Außerdem würde so ein Fahrzeug sicherlich ein neues Preisfenster öffnen können. Aber da macht uns Xiaomi-Chef Lei Jun erst mal einen Strich durch die Rechnung. Aktuell kostet ein SU7 in China umgerechnet wohl 30.000 Euro und mehr. Deutlich darunter, im Preissegment von umgerechnet 20.000 Euro sei bei Xiaomi aktuell nichts geplant.
Europäer dürfen nicht auf billige Elektroautos von Xiaomi hoffen
Für Europa bedeutet das wohl eine Preisspanne ab mindestens 40.000 Euro und aufwärts, günstiger wird man die eigenen Elektroautos aufgrund von Zöllen und anderen Importkosten in Europa kaum anbieten können.
Xiaomi will bei seinen Elektroautos generell intelligente Funktionen und eine hochwertige Nutzererfahrung bieten, was in den günstigeren Preisklassen derzeit nicht wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Solche Aussagen zeigen auch, dass Xiaomi unbedingt wirtschaftlich sein möchte und sich nicht nur billig in den Markt drücken.
In anderen Produktkategorien geht Xiaomi schon lange nicht mehr krampfhaft auf niedrige Preise. Smartphones sind aktuell noch ein großer Treiber und da hat man bereits vor Jahren die „Premiumisierung“ eingeleitet. Teure Modelle bieten einfach deutlich mehr Marge.
Auch die Konkurrenten wie Xpeng verzichten derzeit auf kleinere und günstigere Modelle. Hier kommt man jedoch auf gute Europreise, weil man im Auftrag in Österreich fertigen lässt.
