Sony baut und verkauft nach wie vor Xperia-Smartphones, auch wenn man davon nicht viel merkt. Für mehr Begeisterung soll eine neue Update-Garantie sorgen.

Sony ist in den letzten Jahren heftig abgeschmiert, die Xperia-Smartphones sind in der Branche kaum noch Thema. Dabei ist Sony nicht in jedem Markt komplett weg vom Fenster. In Deutschland soll Sony sogar noch zu den Top 5 unter den Smartphone-Herstellern gehören, auch wenn der Marktanteil mit 1,4 Prozent verschwindend gering ist. Aber damit liegt man immer noch vor anderen Größen wie Nokia, Motorola, LG und HTC.

Dennoch spielt Sony auch in unserer Wahrnehmung kaum mehr eine Rolle. Die letzten Xperia-Smartphones waren weiterhin kaum der Rede wert. Denn der Hersteller hat seinen Stiefel durchgezogen, der schon in den Jahren zuvor seine Schwächen offenbarte. Weiterhin konnten auch die Flaggschiff-Modelle nicht damit auffallen, endlich mal die besten Kameras bieten zu können, obwohl die Abteilungen intern jetzt deutlich enger miteinander zusammenarbeiten sollen.

Ein Blick auf die Bestseller bei Amazon offenbart mehr. Hier sind allein in den Top 50 nahezu alle Android-OEMs vertreten, nur Sony vermissen wir dort. Erst auf Platz 80 folgt das Sony Xperia 10 II. Und dabei wird klar: Sony hat auch noch andere Probleme, nämlich ein schwaches Marketing. Ich finde jedenfalls, dass diese Gerätebezeichnungen der öffentlichen Wahrnehmung nicht zuträglich sind. Es war außerdem die x-te Umbenennung der letzten Jahre.

Xperia: Zu hohe Preise, verwirrende Bezeichnungen

Die Namen der Flaggschiff-Modelle in den letzten 5 Jahren:

  • Xperia Z bis Z5 (bis 2015)
  • Xperia X (2016)
  • Xperia XZ bis XZ3 (bis 2018)
  • Xperia 1 (ab 2019)

Sony hat seine Xperia-Strategie in den letzten Jahren intern ordentlich gestrafft. Damit sind die Verkaufszahlen weiter eingebrochen, doch die Kosten konnte man auch senken. Inzwischen erwartet Sony sogar schwarze Zahlen mit dem eigenen Smartphone-Business, auch wenn keine 100.000 Geräte je Monat über die Ladentheken gehen. Für eine Marke von Welt nicht gerade der erwartbare Anspruch, oder etwa doch?

1.190 Euro kostete das Xperia 1 II mindestens, alle anderen Hersteller bieten den Einstieg in ihre Flaggschiff-Serie günstiger an. Die 369 Euro des Xperia 10 II klangen da zwar schon besser, der verbaute Prozessor (Snapdragon 665) war aber schon zur Präsentation veraltet und hinter der Konkurrenz zurück. Und dann war da noch die oftmals stark verzögerte Verfügbarkeit. Die Zeit zwischen Präsentation und Verkaufsstart war bei Sony in den letzten Jahren oftmals viel zu lang.

Mehr neue Android-Updates

Sony plant für den Herbst wieder neue Smartphones, darunter das Xperia 5 II. Überzeugen will man dann laut neusten Berichten mit einer nachgebesserten Update-Politik. Es sieht danach aus, dass Sony seine Geräte mit insgesamt drei neuen Android-Versionen ausstatten will. Das aus dem Frühjahr stammende Xperia 1 II soll also Android 11, 12 und 13 per Update erhalten – das gilt angeblich auch fürs kommende Xperia 5 II.

Schwierige Nummer dabei: Androidnext sagt, dass die Vorgänger der genannten Geräte dafür nur noch Android 11 erhalten, das Xperia 10 II ebenfalls. Das merken wir uns, behandeln diese Informationen aber weiterhin als Gerüchte. Generell können die Hersteller aber gut für sich mit einer längeren Update-Garantie werben. Selbst Samsung als Marktführer macht das neuerdings, und denen hatte der schlechte Ruf um die eigene Software nie wirklich weh getan.

via GSMARENA

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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