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YouTube: EU-Artikel 13 sorgt für Panikwelle und Klickgeilheit

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Mit den Gefühlen und Ängsten der eigenen Anhängerschaft spielen, das sind die größten Stärken einiger YouTuber und diese werden derzeit besonders krass ausgespielt. Ein Blick in die Trends von YouTube Deutschland reicht aus. Diverse bekannte YouTuber berichten vom Ende der Videoplattform im kommenden Jahr, wie auch von der Löschung ihres Kanals. Wäre es doch nur wirklich so, stattdessen herrscht einfach brutale Klickgeilheit vor lauter unbegründeter Panik. 🤑

YouTube Artikel 13 Headlines

Obwohl der ein oder andere Kandidat schon etwas erfahrener ist, das Thema besser durchblicken könnte, wird in den letzten Tagen bei der jungen Anhängerschaft vorrangig für Angst gesorgt. Junge Fans der YouTuber befürchten, dass ihre Stars bald verschwinden. Artikel 13 könnte drastische Veränderungen bringen, das steht außer Frage. Plattformen könnten haftbar gemacht werden, wenn deren Nutzer gegen das Urheberrecht verstoßen. Es wird deshalb befürchtet, dass YouTube und Co einfach alle „kleineren“ Kanäle im EWR löschen, um der potenziellen Haftung aus dem Weg zu gehen.

YouTube selbst schiebt die Welle an

Angetrieben hat YouTube diese Panik sogar selbst, malt den Artikel 13 besonders schwarz. Grundsätzlich will Google hiermit eine Bewegung in Gang setzen, um den Artikel 13 zu kippen oder wenigstens wichtige Veränderungen zu erzielen. YouTube schreibt allerdings nichts davon, ab 2019 alle Kanäle innerhalb der EU zu löschen. Zumal YouTube bereits schon lange ein System (Content ID) hat, das Verstöße gegen das Urheberrecht erkennt.

YouTube-Kommentar: In der aktuellen Formulierung könnte Artikel 13 Millionen von Menschen in der EU daran hindern, Inhalte auf Plattformen wie YouTube hochzuladen. Hunderttausende Jobs wären gefährdet, darunter die von europäischen YouTubern, Unternehmern und Künstlern sowie ihrer Mitarbeiter.

Europäische Zuschauer könnten außerdem den Zugang zu Milliarden von Videos von YouTubern und Künstlern aus der ganzen Welt verlieren.

Man kann mit dem Thema unterschiedlich umgehen, das zeigt ein Blick auf weitere Videos. Während ein Walulis in erster Linie mit „Die Folgen des neuen EU-Artikels 13“ aufklären will, setzen andere YouTuber mit jüngerer Fanbase lieber auf Angst und Panik. Es werden daher folgende Titel verwendet: „YouTube geht 2019 unter“, „Das traurige Ende von YouTube“ und „Mein Kanal wird gelöscht“.

Grundsätzlich ist der Hintergrund des Artikel 13 ein guter, nur die geplante Umsetzung muss deutlich überarbeitet werden. Es ist aber noch lange nicht klar, wie und ob der Artikel 13 überhaupt umgesetzt wird. Man kann noch gar nicht mit Sicherheit wissen, wie YouTube-Kanäle betroffen sein werden. Allerdings kann man mit der jetzigen Panikwelle ordentlich Kasse machen, das haben einige verstanden.

Ich selbst bin jedenfalls gegen Artikel 11 und Artikel 13 im jetzigen Zustand, zugleich muss das Urheberrecht aber unbedingt smarter durchgesetzt werden. Leider basiert das ganze Thema auch auf einem alten Streit, große und abgehängte Verlage wollen etwas vom Kuchen ab, den Google, Facebook und Co gebacken haben.

Weitere Quellen:

1 Kommentar
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1 Kommentar

  1. Patrick B.

    6. November 2018 at 17:30

    Wenn ich sehe was bzw. vor allem wie viel gehirnverbrannter Müll es mittlerweile in Form von YouTube Videos gibt dann hätte ich nix dagegen wenn die ganzen Spastenvideos alle entfernt würden. Wenn ich dann noch sehe das die Vollhonks damit noch Kohle verdienen weil es anscheinend Millionen von Idioten gibt die sich das regelmäßig anschauen dann kann einem echt nur speiübel werden……..

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