Mercedes macht seinen AMG GT offiziell, das erste vollelektrische Modell der Sportmarke hat einige nette technische Daten zu bieten. Besonders erfreulich ist die Ladeleistung, denn wir können doch mit den Chinesen halbwegs mithalten.
Zwar sind wir weit von früher kolportierten Fabelwerten entfernt, dennoch sind die maximal 600 kW ein brutaler Wert. Jedenfalls für deutsche und europäische Autohersteller, die beim DC-Laden meistens noch meilenwert von chinesischen Hersteller entfernt sind, wo es selbst in der Mittelklasse ca. 500 kW gibt (etwa bei Xpeng).

Aber nicht nur der Peak ist interessant, auch die Ladezeit von 10 – 80 Prozent für die 106 kWh Batterie kann sich beim Mercedes‑AMG GT 4‑Türer Coupé sehen lassen. Hier spricht Mercedes von nur noch 11 Minuten. Bedeutet auch, dass der Elektro-Sportler eine recht stabile Ladekurve hat und keine Peaks bis 1.000 kW benötigt.

1.169 PS bietet das Fahrzeug maximal und es beschleunigt in nur 2,1 Sekunden auf 100 km/h bzw. 6,4 Sekunden auf 200 km/h. Erst bei 300 ist Schluss, wenn man das richtige Paket dafür wählt. Aber das werden viele Kunden sicherlich tun, denn das Fahrzeug ist prädestiniert für die linke Spur (wie Mercedes mit den Pressebildern ausdrückt) und Wochenenden auf dem Nürburgring.
Mercedes feiert sich für seine technischen Feinheiten, weil das Auto sehr genau über mehrere Regler umgestellt werden kann. Aber auch der V8-Sound ist den Entwicklern des Fahrzeugs wichtig. Man verspricht im richtigen Modus „ein hochauthentisches, AMG typisches V8 Soundgewitter, gepaart mit einer haptisch-immersiven Erfahrung inklusive Zugkraftunterbrechung bei simulierten Schaltvorgängen.“
Beeindruckendes und meines Erachtens auch optisch gelungenes Elektroauto. Stellt sich nur die Frage, ob es Kunden annehmen werden, denn bislang sind elektrische Sportwagen mit sechsstelligen Preisen nicht gerade gefragt oder gar beliebt. Porsche ist mit dem Taycan zum Beispiel ordentlich abgerutscht bei den Verkäufen.
