Seit ein paar Jahren gibt es in China eine richtige Autoindustrie und sie beruht nicht mehr auf ausländischen Marken, sondern auf unzähligen Eigengewächsen. Es gibt einige große Konzerne wie Geely mit vielen Automarken, aber auch viele kleine Marken und selbst Tech-Unternehmen wie Huawei und Xiaomi sind mit von der Partie.
Der Markt ist seit einer Weile durchaus überhitzt und die Chinesen versuchen nun ihr Glück im Ausland. Mit teuren Elektroautos wird das jedoch nur in Europa klappen, die politischen Spannungen machen einen Marktstart in den USA unmöglich und Afrika dürfte für teure Autos allgemein nur in kleinen Teilen interessant sein.
Schon seit Jahren ist die Rede davon, dass unterm Strich nicht viele übrig bleiben werden, wenn erst einmal der chinesische und asiatische Markt halbwegs gesättigt sind. Subventionen und Preiskampf befeuern zwar gerade den Markt, doch werden ihn auch gewissermaßen mit sich reißen, wenn das alles mal wieder abflacht.
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Zuletzt wurde wohl die Spitze des Eisbergs erreicht, der 16.Juli 2026 war ein denkwürdiger Tag in China. Mehr als acht Hersteller haben allein an diesem einen Tag neue Autos vorgestellt. Derzeit soll es in China rechnerisch mehr als 3,6 neue Modelle täglich geben, in den ersten fünf Monaten 2026 waren es über 542 Fahrzeugmodelle insgesamt.
Ein großes Problem: Die reine Modellflut deckt nicht die echte Nachfrage ab. Neue Autos werden maximal drei Monate sehr gut verkauft, dann brechen die Zahlen oftmals ein. Die Hersteller verbrennen mit dieser Strategie zig Milliarden an Entwicklungsgeldern und entwerten schlussendlich ihre eigenen Produkte im Rekordtempo.
China wandelt sich in nächster Zeit, die meisten adressierten Haushalte haben nun ihr neues Auto gekauft und es wird einen Wechsel vom Erstkäufermarkt zum Verdrängungswettbewerb geben. Und dann werden wir sehen, wer das alles überleben wird und wer nicht. (via Nikkei)
