Xiaomi: HyperIsland und Co. noch ziemlich sinnlos

Xiaomi HyperIsland

Xiaomi und andere Hersteller kopieren gerne die Apple-Features und nennen sie sogar ähnlich, das ist auch bei der HyperIsland nicht anders. Aber nach Einführung der Funktion zeigen sich Nutzer einige Monate später enttäuscht davon, dass der Funktionsumfang noch extrem gering ist. Mit einem Vivo-Telefon (dem X300 Pro) kann ich das bestätigen, die Origin-Insel sehe ich eher selten.

Diese kleine Insel nutzt den Platz rund um die Frontkamera sinnvoll aus. Die schwarze Aussparung wird dabei optisch in die Software integriert. Kleine Icons symbolisieren, was gerade über die HyperIsland verfügbar ist. Das kann der Kalorien-Tracker von Yazio sein, aber auch der laufende Musikplayer oder eine Live-Benachrichtigung von Lieferando.

Kaum Apps unterstützen die Origin-Insel oder HyperIsland

Derzeit hat das Feature auch in meinem Alltag nur einen geringen Nutzwert. Ich sehe dort maximal den Zugriff auf den laufenden Musikplayer, eine Live-Benachrichtigung von Lieferando oder den Fortschritt von einer Navigation in Google Maps. Wenn es denn funktioniert und nicht zwischenzeitlich abstürzt, was mir mit YouTube Music regelmäßig passiert.

Origin-Insel Google Maps 1
Origin-Insel Google Maps 2

Auch bei der HyperIsland von Xiaomi ist die gängige Kritik, dass sich das Feature auf Basisfunktionen beschränkt. Obwohl man es, wenn wir die HyperOS-Webseite anschauen, bei den neuen Funktionen sehr weit oben finden – Xiaomi lockt also mit hoher Priorität und stell das Feature als wichtig ins Rampenlicht. Doch im Alltag sieht es anders aus.

Bedienung nicht konsistent, teilweise ablenkend

Ein weiterer Kritikpunkt sei das eingebaute „Ablenkungsmanöver“. Animationen und Grafiken in diesem Bereich lenken vom eigentlichen Bildschirminhalt ab, sie sind kein echter Vorteil für den Workflow mit dem Telefon. Xiaomi kann bis dato auch keine flüssige Bedienung garantieren und es gibt eine inkonsistente Logik bei Benachrichtigungen, was mehr verwirrt als hilft.

Der über alles schwebende Kritikpunkt ist jedoch die fehlende umfangreiche Unterstützung für Drittanbieter-Apps und damit wirken die Insel-Feature unter Android eher als funktionslose Apple-Kopien. Das gilt nicht allein für HyperIsland von Xiaomi, wie ich einleitend bereits erwähnte. In meinen Augen ein valider Punkt. Nur kopieren ohne Nutzwert oder Weiterentwicklung, das hilft dem Marketing beim Verkauf der neuen Geräte, ist aber nicht kundenbindend.

Eine kleine Hoffnung ist, dass Google die Live-Updates in Android ausbaut und davon auch diese Insel-Lösungen profitieren. Denn zugegebenermaßen sind auch die Live-Updates, die eine gewisse Parallele aufweisen, bislang nicht wirklich in der Android-Welt angenommen worden.

Wer das Feature gar nicht mag, kann es übrigens auch abschalten.

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