Ein Ultra-Modell gibt es beim YU7 wohl nicht, aber die neue GT-Variante des elektrischen Xiaomi-SUV reicht auch aus. Beinahe 1.000 PS (verteilt auf beide Achsen) gibt es hier an Bord und diese pulverisieren bisherige Rekordfahrten deutscher Automarken am Nürburgring.
Schon optisch ist der YU7 GT eine Ansage, in diesem wunderschönen Rot sieht man dem Fahrzeuge seine sportlichen Gene bereits an. Xiaomi geht diesmal aber nicht so sehr ins Extreme, was mir ehrlich gesagt ein wenig besser gefällt. Fast schon ein Wolf im Schafspelz, der in unter 3 Sekunden auf 100 km/h sprintet.

Beim Akku kommt ein Paket mit etwas über 101 kWh zum Einsatz, dafür sind nach deutschen WLTP-Werten irgendwas zwischen 500 und 600 Kilometer möglich. Ist freilich kein Rekordwert, aber die Ladung 10 – 80 Prozent soll schon in 12 Minuten erledigt sein. Man wird auf der Autobahn Spaß damit haben.

Am Nürburgring ist das Fahrzeug jetzt eine Runde in 7:34,931 Minuten gefahren, schneller war kein vergleichbares Modell bislang. Somit hat Xiaomi den RS Q8 Performance von Audi und den Porsche Cayenne Turbo GT (Verbrenner aus 2021) geschlagen. Zugleich fuhr erstmals ein chinesischer Pilot eine Rekordrunde.
Der neue China-Ferrari hat jedenfalls unter Beweis gestellt, dass er nicht nur schnell aussieht, sondern auch wirklich schnell fahren kann und das auf der wohl weiterhin anspruchsvollsten Rennstrecke weltweit. Den Chinesen ist es wichtig, in diesem Umfeld die deutschen Premium-Marken herausfordern zu können.

Ich finde das mal mindestens beachtenswert, wenngleich auch erst mal für den normalen Kunden nicht unbedingt von Bedeutung. Xiaomi untermauert jedoch den Anspruch ganz oben mitfahren zu wollen und das bedeutet die europäischen Autohersteller ernsthaft herausfordern zu können. 2027 will Xiaomi in Europa verkaufen, dann müssen auch die Zahlen liefern.
