Ford hat in den letzten Jahren eine nur schwierig nachvollziehbare Strategie bei seinen Autos verfolgt, in Europa wurden Modelle wie Fiesta und Focus gestrichen. Nun plant man das Comeback.
Ford hat vor wenigen Tagen klar gemacht, dass man Europa nicht verlassen will und in den nächsten Jahren mit verschiedenen Modellen wieder Marktanteile gewinnen möchte. Darunter sind Hybride und auch reine Elektromodelle. Klare Namen nannte Ford jedoch nicht.
Aber in Mediengesprächen haben Ford-Leute wieder durchblicken lassen, dass eines der kommenden Elektroautos für Europa auch ein elektrischer Fiesta sein könnte. Dass man Hang zu „Retro“ hat, zeigte man unter anderem schon mit dem elektrischen Ford Capri.
Ford sieht sich mit neuer Strategie nicht zu spät
Es wird künftig „Neuigkeiten zur Marke Fiesta“ geben, so der Europachef von Ford gegenüber BBC. Ford plant bekanntlich mit Renault gemeinsam kleine Elektroautos für Europa zu konzipieren, die Plattform des Renault 5 E-Tech könnte daher im elektrischen Fiesta stecken.
„Ich weiß, dass der Fiesta und der Name Fiesta sehr beliebt sind, und wir werden in Zukunft Neuigkeiten zu verkünden haben.“
Europa will kleine und kompakte Elektroautos, der Fiesta war beinahe 50 Jahre lang ein fester Bestandteil bei Ford. Dass man keinen fließenden Übergang geschafft hat, wie es VW gerade beim ID Polo vorgemacht hat, kann nur kritisiert und angeprangert werden. Aber man scheint da noch zur Vernunft zu kommen.
Ford will mit seinen neuen Modellen zurück in den europäischen Massenmarkt, hier hat die Marke sukzessive ihre Marktanteile in den letzten zehn Jahren verkleinert. Besonders der Wegfall von Modellen wie Fiesta und Focus sorgt in der Community immer wieder für Unverständnis.
Ich glaube wie die Ford-Leute, dass es noch große Chancen für alle Marken gibt. Besonders bei Elektroautos liegt der Marktanteil in Europa derzeit in den gesamten Autoverkäufen bei rund 20 Prozent, es sind also langfristig noch 80 Prozent des Marktes aufzuteilen und umzuwandeln.
