Verschleiß-Test nach 300.000 km: Elektroautos erweisen sich als Werkstatt-Muffel

Jaguar i-Pace

„Es ist fast schon ein wenig frustrierend, dass man so gar nichts findet“. Dieser Satz stammt zwar vom Kollegen vom Vox Automagazin, lässt sich aber wohl auch gut auf Werkstätten und Zulieferer für Autoteile übertragen. Elektroautos haben im besten Fall einen erschreckend niedrigen Verschleiß im Vergleich mit Verbrennern.

Das haben wir erst kürzlich über Batterien berichtet und eine neue Folge vom Vox Automagazin untermauert das bei anderen Bauteilen am Auto. In diesem Fall wurde ein Taxi aus München nach bald 300.000 Kilometern von der Dekra unter die Lupe genommen, doch das in diesem Fall elektrische Taxi hatte erschreckend wenig Verschleiß.

In diesem Fall ist es ein Jaguar, also gar nicht mal unbedingt eine Marke, die ich jetzt als besonders zuverlässig im Kopf gehabt hätte. Doch der inzwischen acht Jahre alte i-Pace zeigt genau das. Das Fahrzeug ist über Jahre hinweg zuverlässig gewesen und überraschend wenig verschlissen. Die Bremse zum Beispiel ist noch das Original und im guten Zustand.

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Die Gefahr an dieser Stelle kann im Alltag mit Elektroauto jedoch sein, dass die Bremse langfristig durch die Rekuperation zu wenig verwendet wird und stark rostet. Die Bremsen sollte man daher im Auge behalten, nur eben aus anderen Gründen als beim Verbrenner.

Elektrischer Jaguar-SUV nach acht Jahren im tadellosen Zustand

Einen Verbrenner mit so wenig Bremsverschleiß hat der Dekra-Mitarbeiter noch nie gesehen, obwohl der i-Pace über 2,2 Tonnen wiegt und damit deutlich schwerer als viele Verbrenner ist. Trotz des Gewichts sind auch Achsen und Fahrwerk in einem Topzustand. Hier wurde von Jaguar wohl gut konzipiert, immerhin ist der Akku über 90 kWh groß und für das Gewicht verantwortlich.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die bereits angesprochene Batterie, welche in diesem Fall trotz Laufleistung noch über 95 Prozent ihrer Kapazität zur Verfügung hat. Da wurde aber sicherlich hauptsächlich in den Schichtpausen per AC geladen, das wird dem Akku langfristig gut getan haben. Übrigens konnte sich auch der Elektromotor im Test beweisen, dieser zeigte ebenfalls keinerlei Probleme.

Ölwechsel und solche Dinge fallen weg, offensichtlich werden auch Bremsen und anderen Bauteile beim Elektroauto deutlich weniger überholt werden müssen. Auch das wird Zulieferer und Werkstätten belasten, denn nach dem Neukauf wird der Kunde für sein Auto langfristig weniger Geld ausgeben. Für uns Kunden ist das ein weiterer massiver Vorteil.

Wenn man sieht wie gut sich der i-Pace schlägt, dann hätte Jaguar wohl rückblickend lieber weiterhin Autos gebaut und sich nicht allein auf das neue Projekt „Type 01“ fokussiert. Vielleicht hätte man mit „normalen“ Elektroautos heute gute Marktanteile?

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1 Gedanke zu „Verschleiß-Test nach 300.000 km: Elektroautos erweisen sich als Werkstatt-Muffel“

  1. Das geht nicht auf Dauer gut, dann verdient man nichts mehr.

    Man könnte Metalle dünner machen, sodass diese schneller rosten usw.

    Ich bin da ganz realistisch 😅

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