M3 Elektro stampft Verbrenner in den Boden: BMW schafft sich selbst seinen „natürlichen Feind“

BMW M Konzept

In den neuesten Gesprächen mit den führenden Leuten von BMW M wird klar, dass man sich bei BMW mit dem elektrischen M3 den „natürlichen Feind“ selbst schafft und ins Portfolio holt. Aber wie ist das gemeint?

BMW wandelt auf einem spannenden Pfad, denn den nächsten M3 gibt es erstmals vollelektrisch und zugleich wird es auch einen aktualisierten Verbrenner geben. Gewicht, Gewichtsverteilung, Systemleistung – in vielen Punkten wird das mehr oder weniger gleiche Auto eben doch komplett unterschiedlich sein.

Bei BMW vertritt man die Ansicht, dass der elektrische M3 ein hausgemachter Angriff auf den eigenen Bestseller ist. BMW attackiert den Marktführer in diesem Segment und damit sich selbst. Intern würde es sogar einen Wettbewerb geben, die unterschiedlichen Abteilungen treiben sich gegenseitig an. Doch der potenzielle Verlierer steht womöglich schon fest.

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Während der neue Verbrenner natürlich weiterhin nur einen Motor hat, kommt der elektrische M3 mit vier Elektromotoren daher. Diese sind insgesamt jedoch derart stark, dass sie „nie gleichzeitig“ genutzt werden. Stattdessen geht es viel mehr darum, die maximale Power an den Rädern anzubieten, wo sie gerade benötigt wird.

„Es ist wie beim Kickboxen. Man tritt nie mit beiden Beinen gleichzeitig. Man kann starke Arme und starke Beine haben, aber man benutzt sie nicht alle gleichzeitig. Und genauso verhält es sich mit vier Elektromotoren.“

BMW M Neue Klasse Konzept 4

BMW spricht von einer komplett neuen Ära der Fahrdynamik. Genau an diesem Punkt wird der Verbrenner von der Elektroversion wohl in Grund und Boden gefahren.

„Man kann dem Auto mehr Agilität oder Stabilität verleihen. Man kann die inneren Räder abbremsen, die äußeren beschleunigen und Kurven auf völlig andere Weise durchfahren. Es ist eine neue Ära der Fahrdynamik.“

Schon heute lässt der M-Chef klar durchblicken, dass der elektrische M3 bei Rennsport oder Fahrdynamik „der beste ist“. Mit dem Verbrenner gäbe es eher was für Nostalgiker, die auf Klang und Optik stehen. Trotz dieser großer Differenzen will man sich eigentlich an dieselbe Zielgruppe wenden, was mich überrascht.

Dennoch wird der M3 mit Elektroantrieb ein paar Dinge vom Verbrenner übernehmen. Ein simuliertes Getriebe und extra angefertigte Sounds machen den Stromer intuitiver fahrbar. Die Geschwindigkeit soll besser spürbar werden, was bei einem Elektroauto normalerweise nicht gegeben ist.

Hier treffen zwei Welten aufeinander. Doch wenn es um maximale Leistung, Performance und Dynamik geht, dürfte der elektrische M3 eine neue Hausnummer werden. Ich bin echt gespannt darauf zu sehen, wie sehr sich die Fahrzeuge auf derselben Rennstrecke voneinander unterscheiden werden. (via Autocar)

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