Einige Ländern wollen das Verbrenner-Verbot unbedingt beibehalten, wenige Länder wollen es kippen und bisherige Regeln auflockern. Nun scheint der Streit zwischen den EU-Ländern zu eskalieren.
Es stellte sich vergangene Woche eine Allianz mehrere Länder auf, die sich gegen die Bestrebungen von Deutschland und Italien stellen. Diese Allianz besteht aus Frankreich, Spanien, Portugal und weiteren Ländern. Was aus mehreren Gründen spannend ist mit Blick auf Volkswagen und deren verzwickte Lage.
Denn der deutsche Autohersteller vertritt natürlich Deutschland durch seine Herkunft, treibt aber mit dem Bau von ID Polo, Skoda Epiq, ID Cross und Cupra Raval in den Seat-Werken sowie ID Every1 (ab 2027) insbesondere in Spanien und Portugal den Wandel zur Elektromobilität voran.
SmartDroid.de bei Google folgenDie genannte Staatengruppe reagiert mit dem eigenen Vorgehen direkt auf die Bestrebungen Deutschlands und Italiens, das für 2035 geplante Verkaufsverbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor weiter zu lockern. Man droht offen mit einer Sperrminorität im Rat der EU-Länder, man sei genug um „zu blockieren“.
Die aktuelle Energiekrise durch Irankrieg, Ukrainekrieg und anderen Spannungen zeigt laut der Allianz jetzt akut „ganz deutlich, dass die Verringerung der europäischen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen eine absolute Notwendigkeit ist“.
Wenn ihr mich fragt, dann bin ich ganz auf klar auf Seite der neu gebildeten Allianz, die das Verbrenner-Verbot in aktueller Form halten will. Dieser Weg ist eingeschlagen, er ist richtig und sollte jetzt auch durchgezogen werden. Je mehr die Hersteller in diese Richtung gehen, desto bezahlbarer werden Elektroautos auch.
Ich bin nun kein Marktexperte, aber schon in den letzten Jahren und mit Ausblick auf die nächsten Jahre sehen wir fallende Preise. Zuletzt wurde das Comeback des 2CV angekündigt, Citroen will die vollelektrische Ente sogar für nur 15.000 Euro anbieten können. Das muss die nächste Preisgrenze sein, die die Hersteller anstreben sollten. (via Spiegel)

Das Verbrenner Verbot ist wahrscheinlich die letzte Chance die europäische Autoindustrie zukunftsfähig zu machen. mir persönlich ist es bumms ich fahre elektrisch und werde dieses Leben keinen Cent mehr für einen Benziner ausgeben.
Spanien, Portugal sind auch die Länder, für die der Klimawandel besonders hart wird, weil es da schon jetzt ziemlich heiß ist.
Es gibt kein Verbrennerverbot, der Verbrenner kann die zukünftigen Grenzwerte nicht einhalten, wenn doch kann der Verbrenner weiter gebaut werden. Es geht um Emissionen und die sollten begrenz werden, dass wir nebenbei unabhängiger werden ist aus meiner Sicht positiv.
Vielleicht stimmt das alles. Dass fossile Brennstoffe an ein Ende kommen, ist unumstößlich. Und die deutsche Autoindustrie ist schon viel zu lange eine me-too Industrie. Aber sie ist unsere Industrie. Das Klima werden wir damit so oder so nicht retten. Dem Sozialstaat seine finanzielle Basis entziehen, das kriegen wir hin. Und dann wird es in Deutschland so richtig heiß.
Ich glaube, dass all die Debatten zu dem Thema Zeitverschwendung sind. Zumal sich kein Verbrennerliebhaber von E-Autos überzeugen lassen wird. Die E- Mobilität läuft viel langsamer an als erhofft, das stimmt. Aber fakt ist halt auch, dass sie trotzdem anläuft. Neue Generationen werden das alles nicht mehr so emotional sehen, sondern nach Preis und Alltagstauglichkeit. Sie werden sich vielleicht nie umgewöhnen müssen vom relativ einfachen Tanken zum bewussten Laden zu idealen Zeiten und Preisen. Wenn der Sprit nicht plötzlich wieder stabil 99cent kostet, wird sich alles von selbst regeln, ohne Druck und ohne Hass. Bei mir wirds ein E-Auto, kommt mich einfach günstiger, ganz ohne Emotion.
Ich finde den „Klassenkampf“ aktuell ziemlich widerlich und es wir noch weiter extrem ausarten. Auch die Anhänger der E-Mobilität unterstellen quasi allen Verbrenner-Fahrern dass sie einfach nur nicht umsteigen wollen und berücksichtigen nicht, dass es für den einen oder anderen aktuell noch nicht passt, sei es finanziell (und da meine ich das Gesamtkonstrukt) oder eben dass das aktuelle Umfeld und die Anforderungen noch nicht passen. Man verlangt dass sich diese Menschen umstellen bzw. dann ihren persönlichen Gegebenheiten anpassen. Fahrer von E-Autos sind aktuell nur einmal Menschen mit einem dicken Geldbeutel die auch schon immer nur Autos geleast haben. Auf den Gedanken zu kommen dass es Menschen gibt die sich kein neueres Auto leisten können oder ein neues Auto vor ein paar Jahren gekauft haben und dies wegen dem Wertverlust auch einige Jahre fahren müssen. Und was soll mit all den Autos geschehen die gebaut wurden und noch einige Zeit gebaut wurden? Sollen die einfach verschrottet werden? Zusätzlich gibt es aktuell auch noch etliche negative Themen die man einfach unter den Tisch kehren möchte wie zB Rund um den Abbau der seltenen Erden (die zB den Bericht auf Welt „Wir werden für grüne Energie geopfert“). Aber da kommt die übliche Denke hoch, dass das alles weit weg ist. Das e-Auto rettet nicht das Klima und die Umwelt sondern macht diese nur langsamer Kaputt. Wer ehrlich etwas für die Umwelt tun will darf auch kein E-Auto kaufen.