Touch-Bedienung in Autos ist schlechter, nicht besser geworden – Mercedes-Superscreen versagt

Mercedes GLA Elektro 1

In den vergangenen Jahren hat sich die Bedienung vieler Fahrzeugfunktionen auf einen großen Bildschirm verlagert. Zwar ist dort alles zentral zu erreichen, aber das macht die Bedienung nicht unbedingt besser. Ein schwedischer Versuchsaufbau, der nun nach vier Jahren wiederholt wurde, bringt interessante Ergebnisse mit sich.

Denn eigentlich würde man davon ausgehen, dass die Touch-Bedienung in den letzten Jahren besser wurde, immerhin sind Touchscreens in Autos nun keine neue Erfindung und die Entwicklung schreitet voran. Doch im Vergleich mit den Ergebnissen aus 2022, haben sich die Systeme insgesamt eher schlecht entwickelt.

Getestet wurde mit Leuten, die sich vorher mit den Autos vertraut gemacht haben und dann bei rund 110 km/h verschiedene standardisierte Alltagsaufgaben erledigen sollten. Dazu gehören zum Beispiel das Aktivieren der Sitzheizung und solche Dinge. Was man im Auto eben macht und was bei einigen Fahrzeugen heute nur noch über Touchscreen möglich ist.

SmartDroid.de bei Google folgen

Jedenfalls legten die Fahrzeuge dieses Jahr bei Durchführung der Aufgaben über 813 Meter zurück, vor vier Jahren waren das noch 756 Meter. Der Zeitaufwand für dieselben Handgriffe stieg um durchschnittlich zwei Sekunden an. Das größte Problem sei wohl die schlechte Menüführung, die ein großer und hochauflösender Bildschirm nicht ausgleichen kann.

Das beste Ergebnis erzielte ein klassischer Volvo aus 2005, der als Referenzmodell genommen wurde. Das zweitbeste Ergebnis ein aktueller Volvo XC60. Noch im Rahmen unterhalb der 700 Meter lagen außerdem ein Skoda und ein Tesla. Besonders schlecht war ein Volvo V60 aus 2016. Über 1.000 Meter gab es jedoch nur bei Toyota Corolla Cross, Mercedes CLA und Mazda CX-60.

Tesla hat sein System verbessert, während das neue Mercedes-System mit „Suprscreen“ einen deutlichen Rückschritt bei der Bedienung bedeutet. Auch die Zeit zwischen Entriegeln des Fahrzeugs bis zur möglichen Bedienung des Touchscreens, ist Mercedes ein Schlusslicht gewesen. Bei Skoda, die im Grunde genommen VW vertreten, überzeugte die Mischung aus Touchscreen und physischen Tasten.

Ausgerechnet bei Mercedes ist man Schlusslicht, dabei hat der Hersteller viel in sein neues System und die dazugehörige Software investiert. Dort vertritt man außerdem die Ansicht, dass die aktuelle Bildschirm-Gestaltung in den Fahrzeugen richtig und zukunftsweisend ist. Was es meines Erachtens wirklich braucht? Eine verzögerungsfreie Sprachbedienung, bei der wir gar nicht von der Straße wegschauen müssen.

Wer sich für weitere Ergebnisse interessiert, schaut mal bei ViBilägare rein.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

Schreibe einen Kommentar

Bleibt bitte nett zueinander!