Volkswagen wollte das komplette Software-Konstrukt künftiger Fahrzeuge aus eigener Hand anbieten, doch die dafür gegründete Cariad-Tochter scheiterte in vielen Bereichen leider und verursachte große Probleme. Inzwischen wurde Cariad neu aufgestellt, hat neue Aufgaben erhalten. Das reicht womöglich immer noch nicht, Cariad wird erneut angezählt.
Ein angeblich von Audi angeleiertes Gutachten soll Cariad nun grundsätzlich infrage stellen, der größte interne Cariad-Kritiker ist wohl Audi-Chef Gernöt Döllner selbst. Cariad wäre von Nachteil für VW, Audi und Porsche, kein Vorteil. Ein umfassender Bericht soll dabei auch konkrete Ausstiegsszenarien für den Volkswagen-Konzern skizzieren, berichten WAZ und Manager Magazin am Wochenende.
Volkswagen hat bereits externe Software umfassend eingekauft, darunter die Entwicklung der E/E-Architektur durch Rivian. Nachdem vieles mit Cariad nicht geklappt hat, kostet die Rivian-Partnerschaft wahrscheinlich weitere 5 Milliarden Euro oder sogar deutlich mehr. Starten soll dieses Projekt in einem Serienauto 2027, und zwar im ID Every1. Hier steckt dann trotzdem auch Cariad-Software drin.
SmartDroid.de bei Google folgenCariad beschäftigt immer noch über 4.000 Leute, ist unter anderem an Entwicklungen von Rivian beteiligt, kümmert such außerdem um ADAS-Lösungen. Erst kürzlich hat man außerdem eine neue KI-Zentrale unter der Führung von Cariad gründet. Zu den neuen Berichten wollte sich Cariad bislang nicht äußern, jedoch überrascht das nicht wirklich.
Dass Cariad nun erneut angezählt wird und das wohl sogar intern angeleiert wurde, dürfte für die Software-Firma ein weiteres schlechtes Zeichen sein. Ohnehin will und muss VW gerade massiv einsparen, Beteiligungen verkleinern und vielleicht wird man dabei sogar Cariad irgendwie als finanzielles Risiko dann doch endgültig wieder los.
