VW und andere europäische Automarken sind zwar in der Ladeinfrastruktur investiert, haben jedoch nahezu keine eigenen Schnelllader mit eigenem Branding realisiert. Tesla ist im Grunde genommen der einzige westliche Autobauer, der das in Europa im großen Stil gemacht hat, nun wollen BYD und Xpeng mithalten.
BYD betonte in den letzten Monaten immer wieder den flotten Ausbau seiner Flash-Charger, die in den kommenden Jahren zu Tausenden in Europa aufgebaut werden sollen. Damit sind die Chinesen jedoch nicht allein, auch Xpeng will das realisieren und macht nun konkrete Pläne für die kommende Jahre öffentlich.
Für den Aufbau in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht Xpeng eine strategische Zusammenarbeit mit dem Partner Elmi Power ein. Bereits 2026 sollen die ersten gemeinsamen Ladestationen mit Xpeng-Branding aufgebaut werden und sogar ans Netz gehen. Wenn Behörden mitspielen.
SmartDroid.de bei Google folgenXpeng setzt für seine starken Ladestationen, da reden wir vermutlich nicht nur von 300 kW oder ähnlich niedrigen Leistungsdaten, auf einen Pufferspeicher mit integrierten Batterien. Dadurch ist die Leistungsabgabe an die Autos weniger davon abhängig, was das Netz vor Ort leistet, das inzwischen oft als Flaschenhals gilt.

Deutschland ist für Xpeng ein großer und sehr wichtiger Markt in Europa. Für die meisten (chinesischen) Autohersteller gilt quasi gleichermaßen: Wer es in Deutschland schafft, der schafft es in Europa generell. Xpeng, BYD und Co. wollen das realisiert bekommen und investieren daher enorm viel Geld.
Ich bin der Meinung und Überzeugung: Die Elektroautos lassen sich „als neue Marke“ gut vertreiben, wenn dem Kunden gleichermaßen ein derart nahtloses Ladenetzwerk wie bei Tesla (Supercharger) angeboten werden kann. Das macht den Einstieg vor allem für alle einfacher, die häufiger mal auf der Autobahn unterwegs sind und eher Bedenken bzgl. Reichweite und Laden haben.
Jetzt müssen die Hersteller nach ihren großen Ankündigungen jedoch wirklich liefern. Denn eins steht auch seit Jahren fest: sie können alle große Reden schwingen und große Versprechen für die Zukunft machen.
