Toyota ist Weltmarktführer für Autos, aber das könnte sich langfristig ändern, wenn sich bei Toyota nichts ändert. Dass Elektroautos die Zukunft sind, hat man inzwischen auch hier erkannt: Der einstige Hybridkönig setzt nun deutlich mehr auf Elektrofahrzeuge und baut das Portfolio beständig aus. Man muss aber auch an anderen Punkten etwas ändern, und da geht Toyota künftig den Volkswagen-Weg.
Es soll dazu kommen, dass es künftig deutlich weniger Ausstattungsvarianten bei den Fahrzeugen geben wird. Alle Teile, die dem Kunden nicht so wichtig sind, sollen vereinheitlicht werden. Es soll weniger Auswahl geben und der Kunde soll die Fahrzeuge weniger im Detail konfigurieren können.
Denn die extreme Anzahl von Ausstattungsvarianten und Möglichkeiten verkompliziert das ganze System im Konfigurator sowie in der Produktion, was unterm Strich sehr viel Geld kostet. Toyota will hier wesentlich effizienter und vor allem kostengünstiger werden, geht den Weg von Volkswagen und reduziert die Konfigurationsmöglichkeiten deutlich.
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Weniger angetastet werden sollen allerdings die Teile am Fahrzeug, bei denen die Kunden wirklich großen Wert darauf legen, dass sie das bekommen, was sie bei Toyota schon immer bekommen bzw. sich von der Marke speziell wünschen. Wenn dem Kunden sehr wichtig ist, dass er Teil X anpassen kann, soll das künftig weiterhin möglich sein.
VW will beispielsweise die Konfigurationsmöglichkeiten um bis zu 75 Prozent reduzieren und die gesamte Modellpalette des Konzerns sogar um 50 Prozent eindampfen. Hier wird nun die gegenteilige Strategie der letzten zehn Jahre gefahren. Es sind immer mehr Modelle und Möglichkeiten geworden, die eine Zeit lang sicherlich gefragt waren, aber inzwischen ist der Druck der Marken aus China extrem hoch.
Die Chinesen bieten ihre Fahrzeuge meistens in zwei oder drei Optionen an: Der Kunde kann vielleicht noch eine Felge oder eine Farbe auswählen, den Innenraum gibt es in zwei Farben und das war es dann auch. Für mich persönlich ist das der richtige Weg. Auch bei Gebrauchtfahrzeugen weiß ich dann schneller, was ich tatsächlich bekomme.
Das scheint die Zukunft im Automobilbau zu sein, jedenfalls in den niedrigeren Preisklassen. Marken wie Porsche und andere Hersteller in den oberen Preissegmenten werden sich ganz klar weiterhin über Individualität unterscheiden lassen müssen. (via Automobilwoche)
