Zeekr startet in Europa mit einem neuen elektrischen Kombi und bedient damit perfekt die Ansprüche europäischer Kunden, die schnell laden, weit fahren und ihre üblichen Karosserieformen behalten möchten. Vor allem die europäischen Hersteller geraten ihr in Bedrängnis, wenn sich die Chinesen wirklich besser anpassen.
Der neue Zeekr 7GT bedient jedenfalls einige der typisch europäischen Ansprüche. In einem bekannten Test von Björn Nyland kann das Fahrzeug (mit Allrad) überzeugen, beim Test auf 1.000 Kilometer legt es den Bestwert mit 8 Stunden 50 Minuten hin. Schneller waren nur NIO-Modelle, bei denen jedoch die Batterie gewechselt statt geladen wurde.

Die 75 Prozent Ladezeit ist mit 13 Minuten wirklich atemberaubend schnell, aber erreicht nicht ganz die Bestwerte anderer Chinamodelle wie von Xpeng. Da reden wir trotzdem von absoluten Bestzeiten auf europäischem Boden, denn bei sehr vielen Konkurrenten steht noch eine 2 vorne dran, bei Tesla sogar eine 3.
SmartDroid.de bei Google folgenBei einer Geschwindigkeit von 120 km/h gibt Nyland eine Reichweite von 453 Kilometern an, was durchaus weit ist. Viele Modelle im ähnlichen Preissegment gibt es nicht, die hier einen besseren Wert erreichen, dazu gehört aber zum Beispiel der BMW iX3 mit 511 Kilometern oder auch der Mercedes CLA EQ mit 477 Kilometern und das Tesla Model 3.
Wir sehen unterm Strich also erneut den Vorteil der Chinesen, die inzwischen auch bei der Reichweite überzeugen können, meistens allerdings sehr viel schneller laden können. Vor allem auf der Langstrecke ist das „ein Problem“ für die Konkurrenz. Was wichtiger ist, muss sich jedoch jeder Kunde selbst fragen und dann entsprechend entscheiden.
Zeekr hat jedenfalls einen umfassenden Plan für Europa und will weitere Modelle bringen. Dabei geht man auch zunehmend auf den europäischen Markt mit Ersatzteilen, Service und solchen Themen ein, wie in einem anderen Gespräch sehr gut dargelegt wurde.
