Polestar hat sein neues SUV offiziell gemacht, in diesem Herbst startet die praktischere Ausführung des Polestar 4 im Handel und das auch in Deutschland. Preistechnisch dürfte es bei über 60.000 Euro Einstiegspreis bleiben, dafür ist die Ladeleistung enttäuschend.
Polestar bestätigt nämlich bereits die Elektro-Plattform unter der Haube, die auf 400 Volt bleibt. Damit kann der Hersteller etwas sparen und die Marge erhöhen, aber dem Kunden keine Freude an der Ladestation machen. Für ein Fahrzeug in dieser Preisklasse sind die 200 kW DC-Laden einfach zu langsam.
Polestar gibt beim heutigen Coupé eine Ladeleistung von 30 Minuten für 10 – 80 Prozent an, was unterdurchschnittlich langsam ist. Dafür soll man dank der Reichweite von 630 Kilometern beim Heckantrieb nicht so häufig laden müssen. Bei Björn Nyland lag das Coupé allerdings bei satten 27 kWh Verbrauch beim 1000 Kilometer Test, die relevanten Konkurrenten schneiden da alle besser ab.
SmartDroid.de bei Google folgenDas neue Heck hat eine hohe Dachlinie und ein klassisches SUV-Hinterteil, anders als beim Coupé wird es diesmal eine normale Heckscheibe und nicht nur eine Kamera geben. Besonders im Fond dürfte es mehr Kopffreiheit geben und das Volumen im Kofferraum dürfte sich deutlich erhöhen. Details stehen jedoch aus.

Ein schlechtes Auto wird das Polestar 4 SUV nicht sein, aber man bekommt fürs Geld anderswo deutlich bessere Hardware geliefert. Schaut zum Beispiel mal auf die neuen IM-Modelle von MG, die jetzt in Deutschland an den Start gehen, dort gibt es bessere Ladeleistung und mehr Systemleistung bei voller Ausstattung für weniger Geld (und im Kern ist das auch chinesisch).
Polestar wird uns bei den angebotenen Fahrzeugen eher ein Gefallen damit tun, wenn in den kommenden Jahren der Polestar 2 mit komplett neuer Technik neu aufgelegt wird und mit dem 7er das günstige Kompakt-SUV kommt.
