BMW i3 rockt die Langstrecke: Was von den 900 Kilometern WLTP Reichweite wirklich übrig bleibt

BMW i3 Front

BMW feierte mit dem ersten echten i3 in diesem Jahr den Marktstart, inzwischen sind die ersten Autos auf den Straßen unterwegs und konnten von Journalisten getestet werden. Auf der Webseite prahlt der Hersteller mit satten 912 Kilometern Reichweite, so weit soll sogar der 50er mit Allrad (xDrive) fahren.

Da müssen wir nicht lange drumherumreden, diese WLTP-Reichweite ist beeindruckend und lässt Konkurrenten wie Mercedes C-Klasse Elektro oder Tesla Model 3 zumindest auf dem Papier hinter sich. Stellt sich jedoch die Frage, wie viel bei „Freude am Fahren“ von der Reichweite noch übrig bleibt.

BMW hat bereits einen eigenen Reichweitentest geteilt, da kam das Fahrzeug mit optimalen Bedingungen und angepasster Fahrweise über 1200 Kilometer weit. Das entspricht jedoch nicht den Bedingungen beim Kunden, der hier immerhin fast 500 PS und Allrad hingestellt bekommt – da gibt man auch mal Stoff.

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AMS berichtet einen Testverbrauch von knapp über 22,2 kWh, wodurch eine reale Reichweite von 543 Kilometern übrig bleibt. Beim ADAC hatte eine Testfahrt mit „zackiger Fahrweise“ dennoch einen Verbrauch von nur 17,5 kWh ergeben, das wiederum ergibt eine reale Reichweite von ca. 620 Kilometern mit einer Ladung des über 108 kWh Akkus.

BMW i3 50 xDrive

Ein weiterer Bericht von Focus trifft schon eher die Mitte der anderen Kollegen, hier lag der Verbrauch bei 18,4 kWh auf 100 Kilometer. Jeweils sind die Testfahrten bei wärmeren Temperaturen gewesen, im Winter dürfte es noch einmal deutlich nach oben gehen. 500 Kilometer dürften jedoch im Alltag der meisten Kunden realistisch sein und das ist ordentlich.

Zumal man von der Ladesäule wieder schnell weg kann, wenn man nicht gerade bis 80 Prozent lädt. Dafür benötigt es nämlich trotzdem über 20 Minuten, womit die deutschen Hersteller weiterhin chancenlos gegen die vielen Chinesen sind, die ihre Akkus in 15 Minuten oder noch schneller vollladen können.

Wer mal richtig reintritt, der kann den Verbrauch auch auf über 34 kWh bringen, berichtet Vision Mobility im eigenen Fahrbericht. Aber wisst ihr was: Selbst dann sind es noch über 300 Kilometer Fahrspaß mit einer Akkuladung.

Zum Vergleich: Beim deutlich älteren Tesla Model 3 Performance haben sich einige Tester schwer damit getan, überhaupt die 20 kWh zu knacken. Dabei ist das Fahrzeug mit 3,1 Sekunden auf 100 km/h noch einmal deutlich schneller, zumindest bei der Fahrt geradeaus.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

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