„Die Agenten werden die neue App“: Qualcomm baut seine Roadmap um

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Bild: Phước Sang/Unsplash

Seit Jahren ist das Smartphone das Zentrum unseres digitalen Lebens, und Apps sind die Tür zu allem. Qualcomm-CEO Cristiano Amon hält diese Ordnung für auslaufend. Im CNBC-Podcast „The Tech Download“ beschrieb er eine Welle neuer Geräte, in deren Mittelpunkt nicht mehr die App steht, sondern ein KI-Agent. Über 40 Designs habe das Unternehmen bereits in Arbeit.

Mit Agenten sind KI-Assistenten gemeint, die längere und komplexere Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigen sollen, etwa eine Reise buchen oder Transaktionsdetails direkt aus dem Bankkonto abrufen, ohne dass man sich selbst durch die App tippen muss.

Tragbare Geräte mit Kameras und Sensoren

Die Bandbreite der Formfaktoren sei sehr breit, sagte Amon. Dazu zählten Schmuck, Anstecker, Uhren und Ohrhörer mit Kamera. Worum es im Kern geht, fasste er so zusammen:

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Das Prinzip ist etwas, das man trägt, etwas, das ständig bei einem ist, etwas, das die Welt um einen herum sehen kann, damit man Kontext hat und jederzeit einen Agenten ansprechen kann.

Für die Bildtechnik ist vor allem dieser Kamera-Aspekt interessant. Wenn Ohrhörer, Brillen oder Anstecker dauerhaft erfassen, was um sie herum passiert, verschiebt sich die Rolle der Kamera vom bewussten Auslösen hin zur permanenten Wahrnehmung. Das Smartphone bleibe erhalten, rücke aber aus dem Zentrum. Apps verschwänden ebenfalls nicht, veränderten sich aber grundlegend:

Diese Agenten werden die neue App sein.

Smart Glasses als möglicher Smartphone-Maßstab

Besonders optimistisch zeigte sich Amon bei Smart Glasses. Aktuell würden pro Jahr mehrere zehn Millionen Stück ausgeliefert. In einigen Jahren könnten es hunderte Millionen werden und damit eine Größenordnung wie Smartphones erreichen.

Zum Vergleich: 2025 wurden laut Counterpoint Research rund 1,26 Milliarden Smartphones verkauft, etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. An Datenbrillen mit Kamera arbeiten unter anderem Meta und Samsung.

Neue Anbieter, mehr Daten, neue Chips

Der Wandel öffne die Tür für branchenfremde Firmen. Amon verwies auf OpenAI, das im vergangenen Jahr das Hardware-Startup io von Apple-Designer Jony Ive übernommen hat. Getragene Geräte würden zu Endpunkten für Agenten, die diese Firmen für sich gewinnen wollten.

Hinzu komme der Datenaspekt: Solche Geräte sammelten Datenmengen, die für das Training künftiger KI-Modelle wertvoll seien. Mit kleineren Geräten müssen zudem die Chips leistungsfähiger und sparsamer werden. Qualcomm überarbeite deshalb seine gesamte Roadmap, weil keines der heutigen Geräte auf diese Zukunft vorbereitet sei.

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