Geely und BYD können gleichermaßen mit über einem Megawatt extrem schnell laden, sie haben entsprechende Produkte schon am Markt. Doch nun attackiert Geely den Konkurrenten, damit die eigene „Golden Battery“ noch besser dasteht.
Es geht um die erreichten Temperaturen beim Ladevorgang, denn BYD soll die eigene Blade-Batterie mit Temperaturen über 75 Grad über die Grenzen hinausbringen. Nachgewiesen ist das nicht, stattdessen haben unabhängiger Tester solche Temperaturen gemessen. Aber von außen, nicht in der Zelle selbst.
Für die Technologie in den LFP-Zellen wird maximal 65 Grad empfohlen, denn darüber hinaus zersetzen sich einige Bestandteile der Batterie und das ist freilich nicht gut. Bis heute weiß keiner, ob die Blade-Batterie von BYD, die neun Minuten auf 97 Prozent geladen ist, wirklich langlebig sein wird.
SmartDroid.de bei Google folgenBYD verspricht natürlich maximale Sicherheit und Langlebigkeit, die Konkurrenten haben ihre Zweifel, zum Beispiel BMW. Die Leute von Geely auch, sie prangern öffentlich das Temperaturproblem an. Sie erwähnen nicht BYD beim Namen, aber es kann eigentlich nur der Konkurrent gemeint sein.
„Schnelles Laden reicht nicht aus; viel wichtiger ist es, die Sicherheit zu gewährleisten!“
BYD weist die Vorwürfe der zu hohen Temperaturen von Anfang an zurück und verspricht Sicherheit durch eine entsprechende Struktur in der Batterie. Außerdem habe man Flash-Charger bereits in wüstenähnlichen Regionen aufgestellt. Das würde BYD nach eigenen Angaben eben nur machen, weil es die eigene Technologie zulässt.
Was zumindest klar ist: Schnellladen mit über einem Megawatt ist derzeit die absolute Ausnahme. Geely beherrscht das schon und BYD auch, nur rollt es BYD bereits weltweit aus. Zu früh? Das können wir erst sehen, wenn Autos mit dieser Technologie oft genug damit geladen worden sind und wie dann der „State of Health“ aussieht. (via Automobilwoche)
