Vor einigen Jahren wollten die großen Hersteller noch alles selber machen, doch es gab zuletzt einen drastischen Wandel und jetzt sind vor allem die Google-Angebote allgegenwärtig. Mal mehr und mal weniger, doch an Google, Amazon und Apple gibt es keinen Weg vorbei.
Amazon Alexa in den neuen BMW-Modellen als Sprachassistenten, Google-Maps-Dienste bei Hyundai, Mercedes etc., Android als Basis-Betriebssystem mit weiteren Google-Anwendungen bei VW, Skoda und Hyundai, Apple Maps künftig in der neuen Universal-Plattform von Ford, Google Maps und Co. bei BYD und Xpeng.
Vor einigen Jahren haben sich die genannten Hersteller noch mit Händen und Füßen gegen die amerikanischen Softwarefirmen gewehrt, nun stecken sie überall drin. Besonders Google hat seine Pakete stark erweitert, sodass die Autobauer auch nur einzelne Teile integrieren können und das machen sie.
SmartDroid.de bei Google folgenIch selbst fahre den aktuellen Hyundai Ioniq 5 und die Integration der Places-API von Google war ein massiver Sprung für die POI-Suche in der Navigation der Autos. Die aus Google Maps bekannten Daten verbessern die Suche extrem, sie ist wesentlich schnell und präziser geworden – man findet wirklich alles. Vorher war das nicht der Fall.
Die Autohersteller können nicht die Software selbst bauen, da sind Konzerne wie VW (siehe Cariad) krachend gescheitert. Auch bei anderen großen Namen wie Hyundai geht es mit dem neuen Infotainment auf Pleos, das basiert auf Android Automotive von Google. Hersteller wie Tesla, die sogar Smartphone-Apps wie Android Auto und Apple Carplay draußen halten, kann man an einer Hand abzählen.
Aber die Hoheit im Auto wollen die meisten Hersteller nicht komplett abgeben. Apple Carplay Ultra ist deshalb gescheitert, das System übernimmt alle Bildschirme inkl. Tachometer vollständig. Dafür benötigt es jedoch auch die vollständige Datenanbindung des Herstellers (Motordaten, Akkudaten, Assistenzsysteme etc.), doch hier ziehen Mercedes und Co. weiterhin eine Grenze. (via Automobilwoche)
