Google: „Ein weiterer Schritt zu einer privateren digitalen Welt“?

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Bild: Google

Viele Webseiten verlangen inzwischen einen Altersnachweis, und in der Praxis heißt das meistens ein Foto vom Personalausweis samt Name, Adresse und Geburtsdatum. Google arbeitet seit über einem Jahr an einer Alternative, bei der eine Webseite nur die eine Information bekommt, die sie wirklich braucht. Diese Technik übergibt der Konzern jetzt an eine Stiftung unter dem Dach der Linux Foundation Europe.

„Ein weiterer Schritt zu einer privateren digitalen Welt“

Abhi Shelat, Forscher bei Google Cloud, ordnet die Übergabe in seinem Blogeintrag genau so ein. „Wir machen einen weiteren Schritt hin zu einer privateren digitalen Welt“, schreibt er zur Spende der Longfellow-Bibliothek an die Post-Quantum Cryptography Alliance. Das gerade aus dem Mund von Datenkrake Google zu hören, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie.

Hinter dem Namen steckt ein kryptografisches Verfahren, das eine einzelne Aussage bestätigt, ohne die Daten dahinter zu zeigen. Eine Webseite erfährt also, dass ihr volljährig seid, und sonst nichts. Fachleute nennen das einen Zero-Knowledge-Proof.

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Was das mit Google Wallet zu tun hat

Google baut die Technik in seine europäischen Altersnachweise ein. In Deutschland stellt die Sparkasse als erster nationaler Partner die Bestätigung aus, abgerufen wird sie über Android und Chrome. Die Bibliothek liegt bereits seit Juli 2025 offen auf GitHub, Google will sie auch nach der Übergabe weiterentwickeln.

Der Zeitpunkt passt zur eIDAS-Verordnung, die den EU-Mitgliedsstaaten nahelegt, solche Verfahren in die geplante EUDI-Wallet einzubauen. Eine Bibliothek in europäischer Trägerschaft senkt für sie die Hürde, genau diesen Code zu übernehmen.

Code ist offen, aber die Schnittstelle bleibt bei Google

Die Spende verschiebt weniger Macht, als die Ankündigung vermuten lässt. Prüfbar und herstellerneutral wird der kryptografische Kern, während Android, Chrome und Google Wallet weiterhin die Wege kontrollieren, über die der Nachweis läuft. Für euch ist trotzdem einiges gewonnen, wenn Altersschranken künftig ohne Ausweis-Upload auskommen. Offen bleibt, wie viele Webseiten und Apps das Verfahren am Ende tatsächlich einbauen.

SmartDroid.de als Quelle bei Google

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