Sonderlich kreativ ist das neueste Modell von Polestar leider nicht, denn dem ersten Polestar 4, der ein stylisches Coupé gewesen ist und keine eigene Heckscheibe hatte, folgt nun eine SUV-Version.
Die neue SUV-Version bietet deutlich mehr Platz und hat wieder eine klassische Heckklappe, das heißt eine recht steil stehende Heckklappe mit einer standardmäßigen Heckscheibe. Es gibt auch hier einen klassischen Innenspiegel, anders als beim normalen Polestar 4, der auf ein Kamerasystem gesetzt hat. Es gibt also ein bisschen weniger coole Technik und mehr Standard-Look.
Das liegt allerdings auch daran, dass zumindest in Europa die Nachfrage nach SUVs ungebrochen groß ist und das Segment der SUVs, völlig egal welche Größenklasse wir hernehmen, weiterhin durch die Decke geht. Außerdem hat Polestar zuletzt kaum mehr Autos verkaufen können und tritt etwas auf der Stelle mit dem Portfolio.
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Was beim Polestar 4 nicht so durch die Decke geht, ist die Ladeleistung, denn wir reden hier über ein 400-Volt-System und nicht über 800 Volt, wie man es inzwischen bei BMW, Mercedes, Audi, Porsche und den chinesischen Marken wie Denza, Zeekr usw. vorfindet. Das bedeutet in diesem Fall maximal 200 kW Schnellladen, was schon echt schwach ist. 30 Minuten für 10 – 80 Prozent.
Bei der reinen heckangetriebenen Version mit 272 PS und 343 Nm Drehmoment gibt es immerhin 630 km mit einer Akkuladung, weil man sich bei Polestar für einen 100 kWh großen Akku entschieden hat. Wer mit etwas weniger Reichweite klarkommt und dafür mehr Motorleistung bevorzugt, kann auf die Allrad-Variante zurückgreifen, die ganze 544 PS und 686 Nm bietet. Damit soll der Sprint auf die ersten 100 km/h bereits in 3,9 Sekunden erledigt sein.
Das SUV des Polestar 4 soll viel praktischer als die Coupé-Version sein, denn es gibt zum Beispiel einen Kofferraum mit einem Ladevolumen von 530 Liter bzw. 655 Liter bis zum Dachhimmel. Wenn man die Rücksitze umklappt, sind es 1.665 Liter, die man mit Gepäck und anderen Dingen vollmachen kann. Das ist schon in Ordnung.

Unterm Strich bekommen wir für 58.000 Euro sicherlich ein durchaus attraktives SUV. Möchte man insgesamt mehr haben, dann muss man zu Volvo gehen und sich dort den EX60 angucken. Aber das Elektro-SUV der Schwestermarke ist wesentlich teurer für die bessere Technik. Da gibt es für 4.000 Euro mehr bereits 350 kW Schnellladen in 16 Minuten.
