Hyundai legt Grundstein für günstigere Elektroautos

Hyundai Ioniq 3 18

Hyundai macht die nächsten Schritte für seine zukünftigen Elektroautos. Man hat eine neue Antriebseinheit entwickelt, in der Motor, Wechselrichter und Getriebe in einem einzigen Gehäuse kombiniert sind. Das Interessante ist, dass dieser Motor in drei Versionen kommt und diese Versionen miteinander kombiniert werden können.

Die Basis hat 215 PS bzw. 160 kW. Die Hochleistungsvariante kommt mit 250 kW und daher über 330 PS. Außerdem gibt es eine kosteneffiziente Version für kleinere Fahrzeuge mit 120 kW. Man könnte zwei dieser Motoren kombinieren, sodass sich die Gesamtleistung für eine Allradversion nahezu verdoppeln lässt.

Ein Beispiel wäre die Kombination von zweimal 215 PS, was dann 430 PS ergäbe und optimal für eine N-Version eines der zukünftigen Elektroautos wäre. Hyundai setzt dabei auf eine konsequente Standardisierung verschiedenster Bauteile. Diese können eingesetzt werden, egal ob man von einem 30.000 Euro oder einem 60.000 Euro Elektroauto spricht.

Dies ist eine Vorgehensweise, die auch andere Hersteller inzwischen entwickeln und in den kommenden Jahren zunehmend einsetzen werden. VW baut zum Beispiel gerade seine SSP-Plattform auf (vor 2030 Premiere im ID Golf), die vom Einstiegsfahrzeug bis zur Premiumklasse reichen soll.

Standardisierung und Effizienz durch Hyundai Mobis

Das neue System von Hyundai soll im Vergleich zu vergleichbaren Produkten anderer Hersteller eine 16 Prozent höhere spezifische Leistung bieten und das bei einem Volumen von ungefähr 20 Prozent weniger. Außerdem erlaubt die modulare Bauweise eine schnelle und kostengünstige Reparatur, wenn doch mal etwas kaputtgehen sollte.

Ein wichtiger Punkt für Hyundai ist zudem, dass Hyundai Mobis diese Kernkomponenten nun vollständig in Eigenregie entwickelt. Damit macht sich das Unternehmen unabhängiger von Zulieferbetrieben. Das ist aber noch nicht alles gewesen, denn auch ein Patent für ein neues Batteriepaket wurde jetzt entdeckt.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Konstruktion, bei der das Batteriepaket direkt in einen klassischen Leiterrahmen integriert wird. Das neue System soll mehrere Vorteile haben. Einerseits erhöht es den Schutz, zum Beispiel beim Seitenaufprall.

Andererseits kann es für Fahrzeuge die Bodenfreiheit maximieren, während die Trittstufe für den Einstieg für die Passagiere weiterhin niedrig bleibt. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass diese Entwicklungen für Hyundai, Kia und Genesis zukünftig günstigere Entwicklungen zulassen.

Der Einsatz einheitlicher Bauteile in verschiedensten Fahrzeugklassen ist letztendlich gut für die Produktion und die Produktionskosten. Alles wird vereinfacht und kann schneller gebaut bzw. bereitgestellt werden. Derzeit lässt sich bereits gut beobachten, wie immer bessere Technologie in niedrigere Preisklassen kommt.

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