Selten kommt auf Mobilgeräten die maximal gebuchte Internetgeschwindigkeit über mobiles Internet tatsächlich an, doch das ist eigentlich auch nicht schlimm.

Zum vierten Mal hat die Bundesnetzagentur ihren Jahresbericht zur Breitbandmessung veröffentlicht. Und erneut wird dadurch sichtbar, dass die theoretisch verfügbare Geschwindigkeit eines Mobilfunkvertrages für die meisten Kunden oftmals auch wirklich nur Theorie bleibt. Im Vergleich zu den vorherigen Jahren hatte sich das Niveau sogar ein wenig verschlechtert. Für die Mobilfunknutzer hält sich das Drama aber in Grenzen, die Endkunden bewerten ihre Mobilfunkanbieter in der Regel mit den Schulnoten 1 – 3. Maximaler Highspeed ist nicht unbedingt wichtig.

„Die Endkunden bewerteten die Anbieter erneut weit überwiegend mit Noten von 1 bis 3 (74,3 %; 2017/2018: 74,7 %). Dass der in der Breitbandmessung ermittelte Verhältniswert wieder auf einem geringen Niveau lag, legt weiterhin den Schluss nahe, dass die Nutzer bei mobilen Breitbandanschlüssen eher die Mobilität und die zur Verfügung stehende Performance bewerten als das Erreichen der in Aussicht gestellten Datenübertragungsrate.“

Nur 15 % erhalten wenigstens die Hälfte der maximal vertraglich vereinbarten Übertragungsrate

„Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 14,9 % der Nutzer (2017/2018: 16,1 %) mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten geschätzten maximalen Datenübertragungsrate; bei 1,5 % der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten, wobei sich der Anteil im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert hat.“

LTE: Der wahre Vorteil ist nicht die Geschwindigkeit

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.