Zugegebenermaßen hatte ich das Thema Plastikmüll bei Smartphones gar nicht so sehr auf dem Schirm, bis Kollege Daniil zum Start in die neue Woche ein neues Video veröffentlichte. Im besagten Video kritisiert er zurecht die Menge an Plastik/Kunststoff bei Smartphones, das allein für die Verpackung des Gerätes und dem beiliegenden Zubehör, zum Einsatz kommt. Da häuft sich durchaus etwas an und ein großer Teil scheint doch unnötig zu sein.

Wie schon einleitend erwähnt, ist mir das Thema nie so richtig bewusst gewesen. Ich packe die Geräte aus und fertig. Aber was man da alles auspacken muss, ist nach einem kleinen Denkanstoß dann eben schon bedenklich. Nicht nur im Beispiel mit dem LG K10 wird klar, dass neben der sowieso schon bedenklichen Produktion von Smartphones auch andere Dinge kritisiert werden müssen.

Ich habe jetzt auch einfach mal beim Huawei P10 nachgeprüft, wie viel unnötiges Plastik eigentlich in der Verpackung zu finden ist. Reichlich auf jeden Fall. Für das Smartphone gibt es eine Hülle aus Kunststoff, die alle Seiten abdeckt. Obwohl das Gerät bereits mit ZWEI Displayfolien ausgeliefert wird. Eine davon für die dauerhafte Nutzung und eine einfach zum „Schutz“ innerhalb der Verpackung. Eine weitere aber deutlich kleinere Folie befindet sich auf der Rückseite, nur mit der IMEI-Nummer bedruckt.

Weiter geht es tiefer in die Verpackung, denn auch hier sind Netzteil, USB-Kabel und Headset jeweils von Kunststoff umhüllt. Für ein einzelnes Gerät ist das sicher nicht sonderlich viel Kunststoff, da kommen ja höchstens ein paar wenige Gramm zusammen, doch global betrachtet ist das schon ordentlich viel Müll. Da wirkt dann der mit Sojatinte bedruckte und recycelbare Karton nur wie ein vorgeschobenes, vor allem aber falsches Image.