Es ist zweifelsohne beeindruckend und soll künftig eigentlich in den meisten Elektroautos von BYD stecken, aber kann das Flash-Charging für den Akku gut sein? Ein neuer Test zeigt, dass zwangsläufig sehr viel Temperatur entsteht und davor könnte BMW gewarnt haben.
Erst vor wenigen Wochen hat sich jemand von BMW skeptisch dazu geäußert, was die Langlebigkeit der BYD Flash Charging Technologie angeht. Diese könne man bei derartigen Leistungswerten nur schwer garantieren. BYD geht trotzdem diesen Weg. Ein neuer Test zeigt nun erstmals eine starke Hitzeentwicklung während des Schnellladens mit dem BYD-System.
BYDs Flash-Charging: In unter 10 Minuten auf 97 Prozent geladen

Während das Ladevorgangs bei einem aktuellen Modell ist eine Temperatur von bis zu 76 Grad gemessen worden. Was allein deshalb interessant ist, weil in China die empfohlenen Sicherheitsgrenzwerte für Lithium-Eisenphosphat-Zellen bei 65 Grad liegen. Üblicherweise funktionieren Batteriezellen am besten, wenn auch wir uns wohl fühlen, zwischen 20 und 30 Grad.
SmartDroid.de bei Google folgenDas Problem: Bei derart hohen Temperaturen können sich Schichten innerhalb der Batterie zersetzen. Nur stellt sich hier aktuell die Frage: Wie warm ist es in der Batteriezelle? Denn der Test ist nicht von BYD selbst, sondern von externen Leuten und diese haben wohl nur von außen messen können. Ein weiterer Punkt: Die hohe Ladegeschwindigkeit fließt nur für wenige Minuten, dann ist der Akku eh voll.
BYD hat außerdem bei der neuen Batterie und beim Flash-Charging gezielt damit geworben, dass diese Akkus langlebig sind und es wurde im Zuge der Einführung sogar die Garantie verlängert. BYD-Leute reagierten bereits entspannt auf Social Media. Einer der Verantwortlichen warb damit, dass Flash-Charging bereits in wüstenähnlichen Regionen verfügbar ist und die Nutzer dort ruhig laden sollen, alles kein Problem.
BYD kann Physik nicht außer Kraft setzen, aber das Unternehmen hat jetzt auch schon über 30 Jahren Erfahrung mit wiederaufladbaren Batterien, dafür wurde es nämlich gegründet. Das ist komplett anders als bei vielen anderen Herstellern, die Elektroautos bauen und mit Batterien gerade erst anfangen.

Ich erinnere mich an die unseriöse Schmähkritik an BMW, dass es nur an den eigenen Unzulänglichkeiten läge, dass man BYD für die Technik hinterfragt hat. Nur ist es halt eher Verantwortungsbewusstsein und Realitätssinn, dass man ablehnend reagierte. Gleiches gilt für autonomes Fahren, wo es Hersteller gibt, die auch auf Kosten von Menschenleben unfertige Systeme rausgeben und dann heißt es, die Deutschen würden es nur nicht können. Vielleicht ist unser Qualitäts- und v.a. Sicherheitsanspruch nur auch einfach höher. VW wäre bei den Vorfällen von Tesla in den USA schon in Grund und Boden zu extremen Schadensersatzsummen verklagt und v.a. verurteilt worden. Sowas können sich nur amerikanische und chinesische Unternehmen auf ihren durch Politik geschützten Heimatmärkten erlauben.
„Davor könnte BMW gewarnt haben“
Die haben Angst sonst nix. Arrogante Besserwisser. BMW, die Zeit ist gekommen, dem Kunden bessere Produkte für weniger Geld anzubieten. Wenn ihr das nicht schafft, schrumft ihr bis 2035 um min. 50%. Es liegt an euch.
Damit die Wartezeit aufgrund zu hoher Nachfrage bei der Neuen Klasse noch länger wird? In den Märkten, die für BMW nicht durch politische Maßnahmen verbaut werden, läuft es sehr gut. BMW ist viel zu erfolgreich, als dass an Ihrer Aussage was dran ist. Der sinkende Absatz hat äußere Gründe.