MG4 Urban: Preis des ID Polo Konkurrenten fällt unter 20.000 Euro

MG4 Urban

Bild: MG4

MG fährt weiterhin in Europa eine aggressive Preispolitik und reduziert den Preis des MG4 Urban weiter oder bietet starke Rabatte an. Generell geht man derzeit so vor, den MG4 Urban aggressiv in den Markt zu drücken, was auch andere Marken wie Leapmotor gerade machen.

Die Strategie ist riskant, denn Geld verdienen die Chinesen mit diesen Elektroautos dann kaum noch, weil sie weiterhin Extrazölle auf die in China produzierten Elektroautos zahlen, die sie hier innerhalb der EU verkaufen. Aber es geht erst mal um Marktanteile, um mehr Autos auf den Straßen, um Mundpropaganda durch gewonnene Kunden.

„Chinesischer ID Polo“ wird von Testern in den höchsten Tönen gelobt

MG verkauft den MG4 Urban (neuer E-Kleinwagen) in vielen europäischen Märkten jetzt teilweise fest für unter 20.000 Euro. Auch bei uns in Deutschland gibt es weiterhin einen „MG-EV-Bonus“ bis zum 30. Juni 2026, der euch einen Rabatt in Höhe von 6.000 Euro mitbringt. Damit fällt das Modell im Einstiegspreis von rund 24.000 Euro unter die nahezu magische Marke von 20.000 Euro.

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Noch besser läuft es für alle mit Anspruch auf die staatliche Kaufprämie, die gerade erst gestartet ist. Da können andere Marken wie Volkswagen einfach nicht mithalten oder es wird zumindest sehr schwierig. Obwohl es sogar dort eine Kaufprämie für den ID Polo gibt, nur kann man dort derzeit nicht die Einstiegsvariante (25.000 Euro) kaufen, sondern es geht grundsätzlich schon über 30.000 Euro los.

Vom ursprünglichen Startpreis, der in Deutschland vor einem Monat noch bei über 27.000 Euro lag, ist heute nicht mehr viel übrig. Es dürfte schwierig für MG sein, den Preis irgendwann überhaupt wieder oberhalb der 20.000 Euro anzubieten.

Warum auch immer, aber die Preismarken von 25.000 Euro bzw. 20.000 Euro sind in den letzten Jahren sehr viel diskutiert worden, sie lösen zumindest bei deutschen Kunden wohl etwas aus. Aber klar, in diesem Segment sind viele Privathaushalte, da gehts dann deutlich mehr um Privatkunden und nicht mehr ums Gewerbe. (via Autonews)

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3 Gedanken zu „MG4 Urban: Preis des ID Polo Konkurrenten fällt unter 20.000 Euro“

  1. Einen Billig-Chinesen schließe ich aus. Unverbindliche Fahrwerke, ungewisse Folgekosten, Ersatzteillieferungen, Restwertentwicklung und zu wenig Händler, die auch wieder mal vom Markt verschwinden können.
    Völlig unverständlich und inakzeptabel ist für mich eine deutsche E-Auto Prämie für chinesische Autos – was auch immer die deutsche Politik sich dabei gedacht hat.

    1. Wer fordert, die staatliche E-Auto-Förderung auf europäische Marken zu beschränken, verkennt die Realität der globalisierten Wirtschaft. Ein stumpfer Ausschluss chinesischer Hersteller ist rechtlich und praktisch unmöglich. Die Regeln des Welthandels verbieten eine solche Diskriminierung schlichtweg – und das aus gutem Grund, um zerstörerische Handelskriege zu vermeiden. Zudem verschwimmen die Grenzen längst: Viele europäische Modelle laufen in China vom Band, während chinesische Konzerne Werke in Europa bauen.

      Statt den Markt künstlich abzuschotten und damit den Verbrauchern bezahlbare Alternativen vorzuenthalten, muss die Antwort der europäischen Politik anders lauten: faire Wettbewerbsbedingungen durch gezielte Zölle sichern und gleichzeitig die Rahmenbedingungen so verbessern, dass auch hierzulande wieder wettbewerbsfähige Kompaktwagen gebaut werden können. Alles andere wäre staatlich verordneter Stillstand auf Kosten des Klimaschutzes.

  2. Der unfaire Vorsprung – Die bittere Wahrheit hinter Chinas Billigstromern

    Wer den günstigen Einstiegspreis eines MG4 feiert, blendet die unbequeme Realität aus: Der chinesische Preisvorteil wird teuer erkauft. Zwar haben die Fahrzeuge das Image der „billigen Blechkiste“ längst abgelegt und glänzen in Crashtests mit Bestnoten, doch der wahre Preisunterschied offenbart sich abseits der Spaltmaße. Er steckt in einem System, das mit europäischen Werten von Arbeitnehmerrechten und fairer Wirtschaft unvereinbar ist.

    Es ist eine Illusion zu glauben, der Westen verliere den Anschluss nur wegen mangelnder Innovationskraft. Die Wahrheit ist: In China wird unter Bedingungen entwickelt und produziert, die hierzulande – aus gutem Grund – illegal wären. Das berüchtigte „996“-Prinzip – Schichten von 9 bis 9 an sechs Tagen die Woche – ist in der dortigen Tech- und Autobranche keine Ausnahme, sondern brutaler Alltag. Ohne freie Gewerkschaften oder echten Arbeitsschutz werden Ingenieure und Angestellte in ein Korsett aus permanentem Leistungsdruck und staatlicher Überwachung gepresst.

    Gleichzeitig verlagert Chinas Industrie die massiven Umweltlasten der Rohstoffkette dorthin, wo keine strengen EU-Auflagen greifen. Die europäische Industrie verliert diesen Wettbewerb nicht, weil sie schlechtere Autos baut, sondern weil sie sich an soziale und ökologische Spielregeln hält. Ein Auto aus China zu kaufen, ist deshalb keine reine Preisentscheidung mehr. Es ist die Kapitulation des Verbrauchers vor einem System, das Ausbeutung von Mensch und Natur als legitimen Wettbewerbsvorteil nutzt.

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