Smartphone-Kameras 2026: Zwei neue Sony-Sensoren zeigen den Weg

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Bild: Amanz/Unsplash

Die größten Sprünge bei Handyfotos kamen zuletzt aus der Software. Mehrere Aufnahmen zu einem Bild verrechnen, Rauschen wegrechnen, Kontraste glätten: Vieles davon passiert im Prozessor, nicht im Sensor, und gerade Google ist hier bei seiner Pixel-Reihe ziemlich weit vorne mit dabei, was sicherlich nicht allen gefällt.

Mit zwei neuen Bildsensoren der Lytia-Reihe lenkt Sony den Blick jetzt wieder auf die Hardware. Beide zielen auf bekannte Schwächen mobiler Kameras und geben einen Vorgeschmack darauf, woran sich die nächste Smartphone-Generation messen lassen muss.

HDR aus einer einzigen Aufnahme

Für einen großen Helligkeitsumfang kombinieren Smartphones bisher meist mehrere Bilder. Das funktioniert gut, solange sich nichts bewegt. Sobald Motive oder Lichtquellen in Bewegung geraten, entstehen Geisterbilder und Flackern, die sich kaum sauber beheben lassen.

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Genau hier setzt der Lytia L910 an. Der 1/1,28-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln soll Lichter und Schatten aus einer einzigen Belichtung sauber abbilden, statt sie nachträglich zusammenzurechnen. Damit fallen die typischen Bewegungsartefakte weg.

Die Serienproduktion startet im Sommer, erste Smartphones werden gegen Jahresende erwartet. Welche Geräte zuerst zugreifen, lässt Sony offen. Leakern zufolge dürften Vivos kommende X500-Reihe und Oppos Find-X10-Generation früh dabei sein.

Die Telekamera holt auf

Der zweite Sensor, der Lytia 610, kümmert sich um ein anderes Dauerproblem. Die Telekamera ist in den meisten Smartphones das schwächste Auge, sichtbar etwa beim Umschalten zwischen den Objektiven. Das liegt unter anderem daran, dass die Sensorfläche besonders klein sein muss, um längere Brennweiten zu ermöglichen, und weniger Fläche bedeutet weniger Lichtaufnahme und schließlich schlechtere Qualität.

Mit rund 64 Megapixeln und 1/2 Zoll und einem schnelleren Auslesen will der 610 dieses Modul näher an die Qualität der Hauptkamera bringen. Je kleiner der Unterschied, desto unauffälliger der Wechsel beim Fotografieren und Filmen.

Beide Sensoren sind erst einmal Bauteile, keine fertigen Handys. Wie viel davon im Alltag ankommt, hängt von der Abstimmung der Hersteller ab, und genau da entscheidet sich Smartphone-Fotografie seit Jahren. Spannend ist die Richtung: Statt immer mehr Megapixel und immer mehr Rechnerei rücken Dynamik, Rauschverhalten und ein gleichmäßiger Look in den Vordergrund. Die ersten Geräte werden zeigen, ob die Hardware hält, was die Datenblätter versprechen.

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