In den kommenden Jahren geht es für einige große Hersteller darum, sich weiterhin gesund zu schrumpfen und Überkapazitäten abzubauen. Volkswagen steht aus deutscher Sicht im Fokus.
Geplant sind in den kommenden Jahren massive Einkürzungen bei den Fertigungskapazitäten, weltweit reden wir da von ca. einer Million Fahrzeuge, berichten Spiegel und Manager Magazin. Die heutigen Absatzzahlen können nicht mehr die früheren Planungen bedienen, so konkret ist das Problem.
„Überkapazitäten sind für unser Unternehmen langfristig nicht tragfähig.“ – Oliver Blume
Wir haben erst gestern über das erste Quartal 2026 berichtet, das für VW ein Minus bedeute. Bei Elektroautos, die die Zukunft auch in Deutschland sind, sah es sogar richtig schlecht aus. VW hat massiv in den USA und in China eingebüßt. Ob man das wieder aufholen kann, ist mindestens fraglich, sogar eher unwahrscheinlich.
„Und in der heutigen Markt- und Wettbewerbssituation ist die Volumenplanung der Vergangenheit unrealistisch.“ – Oliver Blume
Das war nur eine Momentaufnahme, aber sie zeigt eigentlich sehr gut auf, dass es längst nicht mehr nur nach oben geht, sondern in der Regel nur noch seitwärts und dazu gibt es immer wieder Dämpfer. Weltpolitik, massiver Druck durch neue Hersteller wie BYD – die Herausforderungen summieren sich in letzter Zeit.
Nachdem in China bereits Kapazitäten im Umfang von einer Million Einheiten gestrichen wurden, sollen bis zum Jahr 2028 ähnliche Reduzierungen bei den Marken Audi und Volkswagen in Europa erfolgen. Allein an deutschen Standorten werden bis 2030 über 50.000 Arbeitsplätze abgebaut.
Lobenswert muss man erwähnen, dass VW in den letzten zwei Jahren schon sehr viel umgedreht hat. Zumindest das Produktportfolio lässt hoffen, egal ob hier in Deutschland oder in China, dass die Absatzzahlen wieder besser und vor allem stabiler werden.
