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Warum Nokia-Smartphones Daten nach China gesendet haben [UPDATE]

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Nokia 7 Plus Header Test

HMD gibt auch in Deutschland ein frisches Statement dazu ab, warum eines der eigenen Android-Smartphones hin und wieder Daten nach China gesendet hat. Wie schon durch einen ausführlichen Bericht bekannt wurde, war ein ein Teil der Produktionschargen des Nokia 7 Plus zwar für China vorbereitet, gelangte allerdings nach Europa. Ein schwerwiegender Fehler, wenn euch Datenschutz wichtig ist.

Was HMD zu sagen hat, erfahrt ihr im folgenden Text:

Wir können bestätigen, dass keine persönlichen Daten an Dritte weitergegeben wurden. Wir haben den vorliegenden Fall untersucht und festgestellt, dass eine Einzelcharge Nokia 7 Plus fälschlicherweise mit der Geräteaktivierungs-Client-Software eines anderen Landes ausgestattet wurde. Aufgrund dieses Fehlers haben die betroffenen Geräte versucht, Aktivierungsdaten an Server von Dritten zu senden. Diese Daten wurden jedoch nie weiterverarbeitet, und mit ihnen hätten keine Personen identifiziert werden können. Der Fehler wurde bereits erkannt und im Februar 2019 behoben, indem die Client-Software auf das richtige Land umgestellt wurde. Alle betroffenen Geräte haben diesen Fix erhalten, und nahezu alle Geräte haben ihn bereits installiert.

Nichts dazu, wie es in Zukunft verhindert wird

Stellt sich für uns die Frage, wie oft dieser Fehler in Zukunft vielleicht wieder auftritt? Oder war es wirklich nur ein einmaliger Fehltritt? HMD sagt jedenfalls kein Wort dazu, wie der Fehler passieren konnte und ob dieser in Zukunft definitiv verhindert werden kann. Eine vergleichbare Gefahr besteht vermutlich bei vielen Herstellern, die auch im großen Stil für den chinesischen Markt produzieren.

Update: Im hauseigenen Blog gab es von HMD ein längeres Statement, auf das unser Hersteller per Mail nicht hingewiesen hatte. Dort gibt es deutlich mehr Erklärungen, sogar mit Infografik. In erster Linie sagt HMD, das keine anderen Geräte betroffen waren. Nur das Nokia 7 Plus.

Alle Gerätedaten von Nokia Phones außer der China-Variante werden auf Servern von HMD Global in Singapur gespeichert, die von Amazon Web Services bereitgestellt werden. HMD Global nimmt die Sicherheit und den Datenschutz seiner Verbraucher ernst und hält sich an alle geltenden Datenschutzgesetze. Die von unseren Geräten gesammelten Daten werden gemäß den geltenden Gesetzen sicher gespeichert. Die Gerätedatensammlung wird auf unseren Webseiten näher erläutert . Wir fordern unsere Kunden dazu auf, sich mit diesen Informationen und unserer Datenschutzrichtlinie vertraut zu machen das erklärt die Datenerhebung weiter. HMD Global nimmt die Privatsphäre und Sicherheit seiner Verbraucher ernst.

Versendet werden ab der ersten Aktivierung der Geräte nur diese Information, sagt der Hersteller. Dadurch verwaltet man die Garantie der Geräte.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Andi

    23. März 2019 at 10:59

    Senden nun alle Nokia Daten permanent nach China, wie und der Titel suggeriert oder soll der irreführende Artikel nur Klicks erzeugen…
    Solche Unterschriften führen eher dazu dass ihr auf Dauer Leser verliert.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      23. März 2019 at 11:07

      Da ich von toten Klicks nichts habe, ist das auch nicht die Absicht dahinter. Aber wie im Artikel steht, bleibt die Frage offen, ob das bei zukünftigen Geräten nicht auch wieder passieren kann. Nichtsdestotrotz, habe ich Anpassungen vorgenommen.

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