Es gibt immer noch viele Zweifel rund um die chinesischen Automarken, die jetzt zunehmend in Europa und Deutschland an den Start gehen. Es scheint auch hinter den Kulissen noch längst nicht alles rund zu laufen.
Wenn man bei BYD, Xpeng und Co. in Märkten wie Deutschland erfolgreich sein will, dann muss alles reibungslos laufen und zwar für Kunden sowie Händler gleichermaßen. Viele fragen sich zum Beispiel, wie gut der Kundenservice ist, wie schnell Ersatzteile geliefert werden können und so weiter.
Händler scheinen sich fragen zu müssen, wie lange sie auf ihr Geld für verkaufte Autos warten müssen. Automobilwoche berichtet von verzögerten Zahlungen. Xpeng-Händler sprechen von einem halben Jahr Wartezeit, bis vertraglich vereinbarte Gelder auf dem Konto eingehen. Für das laufende Geschäft ein Risiko.
SmartDroid.de bei Google folgenIch selbst kenne das in Zusammenarbeit mit großen Unternehmen (aus unterschiedlichen Branchen), da werden Rechnungen erst viele Monate später bezahlt und man stößt bei Nachfragen auf Granit, meist benötigt es vor allen Dingen sehr viel Geduld.
Händler in Deutschland vermuten bei den verzögerten Zahlungen der chinesischen Marken eine Strategie im großen Stil, um die finanzielle Liquidität zu steuern. Xpeng selbst begründet die Verzögerungen mit dem unerwartet schnellen Wachstum, woraus ein enormer Mehraufwand entsteht.
Rund um BYD gibt es ähnliche Berichte. Ursache für die langen Wartezeiten sei hier vor allen Dingen eine ausgeprägte Kontrollbürokratie mit bis zu neun Freigabestufen, von denen ein Teil direkt in der chinesischen Konzernzentrale liegt. Das kann dauern.
Ich würde an dieser Stelle auch mal davon ausgehen, dass es vor allen Dingen an der Bürokratie liegt und an der gestarteten Expansion in neue Märkte. Für die Händler ist das trotzdem ein Problem und natürlich würde ich als Händler den Verkauf von Autos forcieren, bei denen ich das Geld eher schnell als verzögert bekomme.
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