Kritik im Segment der smarten Lautsprecher gibt es schon seit der ersten Echo-Generation, aber der von OpenAI geplante ChatGPT-Lautsprecher könnte diese Diskussion neu entfachen. Nun wurden die OpenAI-Pläne enthüllt.
Dass OpenAI an KI-Hardware arbeitet, ist schon vor einiger Zeit bekannt geworden und inzwischen scheinen die Pläne konkreter zu werden. OpenAI plant KI-Brillen, Lautsprecher und andere Gadgets. Den Anfang soll jedoch ein smarter KI-Lautsprecher machen, den sich Nutzer in ihre Wohnräume stellen oder auch ins Büro.
Besonders heikel ist, dass dieser Lautsprecher wohl dauerhaft zuhört und außerdem eine Kamera integriert hat. Ich weiß, dass es in den USA bei vielen Haushalten normal ist, dass wirklich überall Kameras hängen, aber das finde ich persönlich immer noch etwas befremdlich und nicht so komfortabel.
Der intelligente Lautsprecher soll über die Kamera seine Nutzer identifizieren können, zum Beispiel für Einkäufe per Spracheingabe. Aber auch seine Umgebung wahrnehmen, um etwa Objekte auf einem Tisch erkennen zu können und Gespräche in der Umgebung zu analysieren.
200 bis 300 Euro soll so ein Lautsprecher dann kosten, berichten jedenfalls die Quellen von The Information. Das wird also erst mal ein Gadget für Kenner und Enthusiasten, aber sicherlich nicht für den Massenmarkt. Zumal die Konkurrenz nun auch auf KI setzt, Amazon mit Alexa+ und Google mit Gemini.
Die Integration einer Kamera in einen Smart Speaker, die Gespräche mithört und Objekte scannt, überschreitet mit hoher Wahrscheinlichkeit für viele Nutzer eine rote Linie der Privatsphäre, die auch durch KI-Komfort kaum zu rechtfertigen ist. Das könnte ein Problem für OpenAI sein, egal wie attraktiv man das Produkt ansonsten vermarktet.
Punkten kann man wahrscheinlich mit dem Style des Lautsprechers. Mit Jony Ive hat OpenAI den wohl bekanntesten Designer der Welt verpflichtet, der Lautsprecher könnte daher als echtes Premium-Gerät vermarktet werden und wird auch entsprechend aussehen.
