Derzeit fehlt im VW-Konzern unter den Volumenmarken nur noch Seat, hier gibt es bislang gar kein Elektroauto, sondern vor allem klassische Verbrenner und Hybride. Einige sagen, dass die Marke in den kommenden Jahren sterben würde, doch so klar scheint das noch nicht zu sein.
Obwohl Seat in den letzten Meldungen immer wieder in der Hintergrund rückt, der Fokus voll und ganz auf Cupra liegt, so soll die spanische Automarke aufgrund ihrer „reichen Tradition“ eine Zukunft haben. Es wäre laut Seat-Cupra-Chef Markus Haupt „unsinnig“, die Marke Seat aufzugeben. Die Transformation will man schaffen, doch der richtige Zeitpunkt ist schwierig.
Elektrischer Seat würde derzeit nicht ins Preisgefüge der Marke passen
Heute könne man unter der Seat-Flagge kein Elektroauto anbieten, weil die Produktionskosten keine profitable Seat-Marke erlauben würden. Man müsste die Autos teurer verkaufen, was der Marke nicht mehr gerecht werden würde und die Zielgruppe nicht erreicht. Aber die „Zukunft von SEAT nach 2030 muss natürlich elektrisch sein“, sagt Haupt bei Autoexpress.
Ein Elektroauto mit Seat-Logo ist erst dann denkbar, wenn Skaleneffekte, Zeitaufwand und Produktionseffizienz die Kosten für diese Autos deutlich senken würden. Damit hat Seat wohl keinen Stress, die Werke sind durch die Produktion anderer VW-Elektroautos (ID Polo und Co.) künftig ohnehin ausgelastet.
Seat ist derzeit die letzte Verbrenner-Marke bei VW
Seat lebt noch solange wie es normale Verbrenner gibt und diese bezahlbar entwickelt sowie angeboten werden können. Danach scheint die Zukunft offen zu sein, ist aber noch lange nicht entschieden. Die Frage ist natürlich, ob Seat überhaupt noch in den VW-Konzern passt, denn mit Skoda, VW und Cupra ist man bereits sehr breit aufgestellt.
Ich würde ehrlicherweise Seat nicht wirklich vermissen, die Marke ist im Stadtbild bei uns eigentlich nur noch durch den Leon vertreten und das oftmals auch in einer Cupra-Ausführung. Skoda kann meines Erachtens das Seat-Erbe durchaus übernehmen. In Spanien würde man der Marke wohl eher hinterher trauern.
