Die Fahrzeughersteller haben eingesehen, dass es insbesondere in Europa eine erhöhte Nachfrage nach Kleinstwagen und Kleinwagen gibt, deshalb planen sie nun doch einige elektrische Modelle bis 4 Meter Länge für die kommenden Jahre.
Das müssen sie auch tun, weil die kleinen Verbrenner sich langsam nicht mehr rechnen. VW plant für 2027 den ID.1, Renault hat bereits den Twingo Elektro am Start. Kia und Hyundai, bereits mit vielen Modellen präsent in Europa, wollen auch ein Wörtchen mitreden und planen eine neue Plattform für sehr kleine Stromer.
Geplant ist von Kia ein elektrischer Nachfolger für den Picanto, den man wahrscheinlich als EV1 vermarkten wird. Der ist dann noch etwas kleiner und hat weniger Reichweite als der neue EV2, der gerade mit ID Polo und Skoda Epiq konkurriert. Auf der neuen elektrischen Kleinwagen-Plattform wird von Hyundai wahrscheinlich auch ein Ioniq 1 oder 2 kommen.
Hyundai hat bereits den Ioniq 3 als Konkurrenten für den ID Polo vorgestellt und der Inster konkurriert mit Kleinstwagen anderer Marken. Hier passt ein Ioniq 1 theoretisch nicht so gut ins Portfolio, bei Kia ist unterhalb des EV2 jedoch derzeit reichlich Platz im Portfolio.
„Wir sind uns der Bedeutung des Kleinwagenmarktes sehr bewusst und müssen daher weiter daran arbeiten.“
Kia verspricht „wettbewerbsfähigen“ Preis
Geplant ist wohl die Preisklasse von ca. 20.000 Euro, mit den meisten aktuellen Modellen liegen beide südkoreanische Schwestermarken noch deutlich darüber. Platzhirsch VW will ab 2027 mit dem ID.1 auch in diesem Preisbereich liegen können.
Der unter vier Meter lange EV1 wurde zum Zeitpunkt der Bekanntgabe bereits seit zwei Jahren entwickelt und soll das erste softwaredefinierte Kia-Fahrzeug werden, das unter anderem automatisierte Fahrfunktionen für die Autobahn integriert. Geplant ist, immer mehr teure Premium-Funktionen in günstigeren Modellen anbieten zu können. (via Autoexpress)
