Android 16-Update: Google bringt jetzt Desktop-Modus auf unsere Android-Smartphones

Android Desktop-modus 1

Nach Monaten der Testphase und neuen Erkenntnissen, ist es jetzt mit Android 16 QPR3 so weit und der finale neue Desktop-Modus startet für das Android-Betriebssystem. Damit ist es endlich möglich, auf externen Monitoren eine waschechte Desktop-Fensterumgebung nutzen zu können.

Bislang war Android auf externen Bildschirm nicht sonderlich brauchbar, die Darstellung wurde einfach vergrößert und es gab bei einigen Geräten vielleicht mal noch eine Taskleiste. Nun kommt jedoch hinzu, dass Apps in Fenstern dargestellt werde können, die außerdem frei beweglich sind und mehrere Instanzen einer App ermöglichen (wenn kompatibel).

Android Desktop-modus 2

Die erste Einschränkung: Das neue System startet erst mal auf Google Pixel und Samsung Galaxy-Geräten, darunter auch die Tablets der OEMs. Es wird seine Zeit dauern, bis das System flächendeckend im Android-Ökosystem etabliert ist. Gepaart mit Tastaturen, Mäuse, Trackpads, Webcams und Lautsprecher wird es jedoch ein echtes Desktop-Erlebnis sein.

Im kurzen Test zeigt sich, dass man direkt nach Verbindung mit dem Kabel gefragt wird, ob sich der Desktop-Modus aktivieren soll oder man nur spiegeln will. Außerdem unterstützt Chrome jetzt mehrere Fenster-Instanzen, die man zum Beispiel nebeneinander verwenden kann. Jetzt noch der Support für Erweiterungen und ich wäre damit echt glücklich.

Android Desktop 2

Zwei Chrome-Fenster nebeneinander, weil die Android-Version jetzt die Ausführungen mehrerer Instanzen unterstützt:

Android Desktop 1

Ich muss jedoch kritisieren, dass die Auflösung nicht hoch genug ist und das Bild insgesamt eher unscharf wirkt. Das geht schon mal für den Notfall, aber auf Dauer könnte ich daran nicht arbeiten. Hier muss Google wohl noch nachbessern. Es wäre außerdem hilfreich, wenn das Smartphone beim Desktop-Modus direkt zum Touchpad werden würde, das fehlt mir auch noch.

Apps in Fenstern und mit bis zu vier Spalten gleichzeitig

Ein übliches Thema: Entwickler müssen mitspielen. Die müssen sicherstellen, dass ihre Apps dynamisch auf Änderungen der Pixeldichte und Display-Objekte reagieren, wenn Fenster verschoben werden. Daher kann es in der Anfangsphase mit einigen Apps noch zu Problemen kommen.

Technisch gesehen müssen App-Entwickler nun deutlich mehr Aufwand betreiben, um ihre Anwendungen für Mausbedienung und extreme Bildschirmbreiten zu optimieren, da bloßes Hochskalieren, wie für Tablets üblich, zu schlechter Nutzererfahrung führt. Ich denke, das braucht einfach alles viel Zeit.

Android soll langfristig das grundlegende OS für ChromeOS sein, darauf bereitet sich Google vor. Ich denke, man geht hier den Weg über die Nische, um das Thema im Hintergrund vorantreiben zu können. Google führte auch erst vor einigen Monaten ein, dass Pixel-Geräte über USB-C auf einen externen Monitor ausgeben können, das ging viele Jahre gar nicht.

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7 Gedanken zu „Android 16-Update: Google bringt jetzt Desktop-Modus auf unsere Android-Smartphones“

  1. „Das neue System startet erst mal auf Google Pixel und Samsung Galaxy-Geräten“
    Braucht man aber nicht auf Galaxy Geräten da gibt es DeX.

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