Ford hat in den letzten Jahren eine desaströse Elektroauto-Strategie gefahren, will jetzt aber aus dem Tiefschlaf erwachen und verspricht rund zehn Jahre nach Start des Tesla Model 3 eine günstige elektrische Alternative.
Euch sollte jedoch klar sein, dass wir hier immer noch von einer Ankündigung reden, noch nicht von einem kaufbaren Stromer. Ford spricht schon seit einiger Zeit von einer universellen Plattform und dem Wechsel auf günstigere LFP-Technologie. Angreifen will man dann populäre Modelle mit aggressiv günstigen Preisen.
Die populärsten Elektroautos sind sicherlich immer noch das Model 3 und Model Y von Tesla. Sie erreichen nicht mehr alte Verkaufszahlen der letzten Jahre, gelten aber oftmals noch als Benchmark. Ich würde sagen, dass die Tesla-Modelle das Mindestmaß sind, was man heute erreichen sollte, um mit Elektroautos wirklich konkurrenzfähig zu sein.
Ford will endlich Tesla angreifen, irgendwann jedenfalls
Ford entwickelt nach eigenen Angaben sogar gezielt preiswerte Modelle, die Kunden ziehen sollen, die sich sonst womöglich für ein Model 3 oder Model Y entschieden hätten. Dennoch fokussiert man sich für den US-Markt auf Basis der neuen Universal Electric Vehicle Plattform zunächst auf einen günstigen Pick-Up für ca. 30.000 Dollar.

Die Ford-Leute, allen voran der CEO der Company, hat in den letzten Monaten immer wieder viel über die neue Plattform geredet. Aber Fakt ist, dass Ford sukzessive Marktanteile verloren hat und bei Elektroautos längst hinter alle anderen Marken gefallen ist. Ich glaube, selbst bei Toyota könnte man inzwischen über Ford lachen, ohne überheblich zu wirken.
Für Europa setzt Ford derzeit auf die MEB-Plattform von Volkswagen für Explorer und Capri, und verfolgt für die kommenden Jahre das Ziel eines elektrischen Kleinwagens auf Basis von der Elektro-Plattform von Renault. Ford peilt einen sehr niedrigen Preis an, wenn man den Fiesta elektrisch wiederbelebt. Details sind noch offen.
