Elektro-Porsche geht der Strom aus: Taycan-Produktion pausiert

Porsche Taycan erste Generation

Porsche hat sich mit dem Taycan früh getraut und einen elektrischen Sportwagen in den Markt gebracht – vor vielen anderen Automarken. Mit diversen Auffrischungen wurde das PPE-Modell stark verbessert und es konnten Rekordfahrten auf dem Nürburgring gefeiert werden. Doch nun ist die Luft raus, die Verkäufe sind schwach.

Zuletzt sogar so schwach, dass Porsche die Produktion anhalten muss. Das ist nie gut, eine stehende Produktion kostet extrem viel Geld und ist schlussendlich auch ein Sinnbild für ein gescheitertes Produkt. Die Nachfrage ist so stark zurückgegangen, dass Porsche die betroffenen Produktionslinien zumindest temporär anhält.

Porsche begründet mit notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen, aber auch mit einer Ausrichtung der Fertigung an der aktuellen Auftragslage. Dass Porsche generell gerade in Schwierigkeiten steckt, das ist längst kein Geheimnis mehr, unter anderem durch den Absturz im chinesischen Markt.

Derzeit sind teure Elektroautos im Segment der Sportwagen nicht so sehr gefragt und in Märkten wie China gibt es Porsche-Kopien und Alternativen von vielen heimischen Automarken für den halben Preis. Also bleiben nur Kunden treu, denen das Porsche-Logo wirklich etwas wert ist. Aber das sind wohl immer weniger Kunden.

Porsche hat unlängst den Rückzug von der Elektro-Strategie verkündet und zahlreiche Projekte einstampft oder verschoben. Nun liegt abseits elektrischer SUVs der Fokus wieder auf Hybriden und Verbrennern. Spannend wird sein, ob Mercedes mit seinem elektrischen AMG Coupé erfolgreicher sein wird.

Ich würde mich auch schwer tun mit einem teuren Elektroauto, denn hier gibt es keinen Sammlerwert. So viel Spaß die Leistung auch machen kann, ein Elektroauto ist sehr generisch und hat wenig individuellen Charme, wie das bei diversen Verbrenner-Modellen der Fall ist. (via AMS)

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