Volkswagen hat für die kommenden Jahre die entscheidenden Bausteine hingestellt, damit der Konzern noch bis 2030 rund sechs Milliarden Euro einsparen bzw. an Kosten reduzieren kann. Entscheidend sind dafür die neuen Strukturen in China und die Partnerschaft mit Rivian.
Denn um die Kosten in der Entwicklung und Produktion runterzukriegen, muss VW unbedingt die komplexeren Strukturen der Vergangenheit loswerden. Bei zunehmend elektrifizierten Autos ist das leicht möglich, denn hier kommen künftig einheitliche Plattformen und Architekturen zum Einsatz.
Der elektrische Kleinwagen von VW hat künftig im Grunde genommen dieselbe Hardware-Plattform, Elektronik und Software wie das Premium-SUV von Audi. SSP wird dafür gerade noch entwickelt, „Skalierung“ steht hier sogar im Namen drin. Apropos Audi, die machen damit den Anfang.
SmartDroid.de bei Google folgenRivian wird die Lösung auf Seiten der elektronischen Architektur und grundlegenden Software liefern. Es gibt ein grundlegendes Paket für die sogenannten Software-Defined-Vehicle und darauf baut man auf. So hat das Premium-SUV dieselbe Basis wie der Kleinwagen, aber eben noch ein paar mehr Module mehr.
Rivian-Premiere feiert der ID Every1 2027:

Anders als in den früheren Jahren muss man nicht mehr Software, Steuerteile und Plattform für jedes Fahrzeug neu entwickeln, was immens an Aufwand, Zeit und schlussendlich Kosten einspart. Alle anderen Hersteller machen das zukünftig genauso. Schon länger ist diese Lösung von Tesla bekannt, deren Technik unterm Blechkleid immer gleich ist.
VW will aber nicht nur diese Technik radikal reduzieren und modernisieren, auch das Portfolio soll neu aufgestellt werden. VW plant mit deutlich weniger Modellauswahl in den nächsten Jahren. Dadurch werden Einzelmodelle in höheren Stückzahlen produziert werden können.
Wenn man heute mal auf die Webseite in Deutschland guckt, dann findet man dort Taigo, T-Cross, T-Roc, Tiguan und Tayron. Das sind nur die SUVs mit Verbrenner. Künftig wird das Angebot wohl ID Cross, ID Roc und ID Tiguan heißen, das könne es dann gewesen sein.

In China wirkt die Strategie gerade etwas gegenteilig, denn dort haut man monatlich neue Modelle raus. Da geht es erst mal darum, dass der elektrische Markt schnell gewonnen wird. Inzwischen kann VW in China unabhängig von Deutschland neue Modelle entwickeln und auf die Straße bringen. (via WAZ)
