Neue Android-Handys bekommen nicht mehr Arbeitsspeicher, sondern eher weniger. Google schreibt das inzwischen selbst in den Entwicklerblog und begründet es mit den gestiegenen Speicherpreisen. Blair Harmon, Director of Product Management für die Android-Plattform, kündigt dort an, dass die mit Android 17 eingeführten Speicherlimits pro App im kommenden Jahr von immer mehr Herstellern übernommen werden.
Was passiert, wenn eine App zu viel belegt
Android schiebt die Daten einer App in den komprimierten Speicher zRAM, sobald sie ihr Budget reißt. Das kostet Rechenzeit und zeigt sich als Ruckeln. Wächst der Bedarf weiter, beendet das System die App. Für euch sieht das aus wie ein Absturz, obwohl die App nicht abgestürzt ist.
Die Hersteller sollen die Limits über ihr gesamtes Portfolio einsetzen, von 4 GB bis über 16 GB RAM. Auch teure Geräte mit viel Speicher bleiben also nicht außen vor. Am ehesten trifft es Kamera-Apps, Spiele, Bildbearbeitung und lokale KI-Funktionen.
SmartDroid.de bei Google folgenSparen statt aufrüsten
Google hat das schon einmal gemacht, damals mit Project Svelte für Android 4.4. 2013 ging es um billige Einsteigergeräte, heute um Speicher, der wegen der KI-Rechenzentren knapp ist. Beim Pixel 11 hat Google selbst von 16 auf 12 GB reduziert, in der Einstiegsklasse erwarten Analysten die Rückkehr von 4 GB.
Abschalten oder nachvollziehen könnt ihr die Limits nicht. Die Arbeit landet bei den Entwicklern, und ob deren Optimierungen den fehlenden Arbeitsspeicher auffangen, wird sich im Alltag zeigen.
SmartDroid.de als Quelle bei Google