Das deutsche Fernsehen ist relativ einfach strukturiert. Seit einigen Jahren sind Reality-Shows derart beliebt, dass eigentlich jeder Sender ein paar Formate im Programm hat. Mal mit „normalen“ Menschen, mal mit Prominenten. Besonders erfolgreich hat allerdings die RTL-Gruppe dieses Format in Deutschland vorangebracht. Schon vor (sehr) vielen Jahren mit Big Brother auf RTL II. Und weil Reality TV sehr viel weniger als moderne Hochglanz-Serien kostet, aber dafür umso unterhaltsamer für das große Massenpublikum ist, mischt jetzt auch Netflix mit.

Netflix plant viele Reality-Shows: Lieben, backen, aufräumen und vieles mehr

Netflix Reality kündigte jetzt einen riesigen „Casting Call“ in mehreren Ländern an. Jeder Interessierte aus den jeweiligen Ländern kann sich für die geplanten Reality-Shows mit einem kleinen Video bewerben. Zunächst sind Shows für USA, Kanada, Großbritannien und Irland geplant, die vermutlich dann auch bei uns sehen sind. Und mit entsprechender Erfolgsquote dürfte Netflix sein Reality-Programm in Zukunft mit Sicherheit in weiteren Ländern ausbauen. Will man das RTL der Streamingdienste werden?

Unter den Shows sind auch moderne Versionen von Klassikern wie Takeshi’s Castle. Jedenfalls würde ich „Der Boden ist Lava“ in eine entsprechende Kategorie schieben. RTL hat mit Ninja Warrior etwas „ähnliches“ im Programm und ist damit durchaus erfolgreich. Die jetzt geplanten Shows seht ihr auch in kurzen Ausschnitten im folgenden Trailer, den Netflix in der zweiten Augustwoche online gestellt hat.

Bei dieser Art von Unterhaltung finde ich letztlich interessant, ob es zukünftig auch ein paar asoziale Formate geben soll. Begibt man sich auf eine Ebene mit „Promis unter Palmen“ und „Sommerhaus der Stars“, oder bleibt es eher gemäßigt? Setzt man irgendwann auch auf prominente Figuren oder sollen Menschen aus dem „normalen“ Leben im Fokus stehen? Das werden wir abwarten müssen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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2 Kommentare

  1. Offensichtlich werden diese Formate ja gewünscht.
    Wenn Du das nicht sehen willst, musst Du halt den Anbieter wechseln.
    Problem gelöst.

  2. Joa, normale Asifizierung des Programms, denke ich. Jeder Dödel hat mittlerweile Netflix, da ist das wohl eine erwartbare Entwicklung.
    Nächster Schritt: günstigeres Abo mit Werbeunterbrechungen (siehe Hulu) von Netflix.
    Dann Push weiterer Streamingangebote anderer Sender, bis auch in diesem Segment ein totales Überangebot vorhanden ist und das Wachstum deutlich einbricht.
    Die Piraterie wird wieder zunehmen, das Gejammer der Streaminganbieter wird größer.
    Irgendwann kommt dann Jeff Bezos und kauft alle Anbieter auf und Prime Video wird der Lone Survivor.
    Oder so ähnlich.

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