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Das mit dem Clickbait

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Freunde, wir müssen mal kurz reden. Über Clickbait und die Diskussion darüber, ab wann Titel und Artikel zu weit voneinander entfernt sind. Sogenannter Clickbait findet in meinen Augen immer dann statt, wenn der Titel des Artikels nur im entferntesten Sinne etwas mit dem Inhalt zu tun hat. Oder auch immer dann, wenn der Artikel den übertriebenen Versprechungen des Titels nicht gerecht werden kann. Oder wenn im Titel etwas nur ganz grob angedeutet wird, nahezu keine wichtigen Eckdaten daraus hervorgehen.

Für letzteres wurde ich heute kritisiert, weil das bei einem Titel der Fall war. Inzwischen korrigiert, um guten Willen zu beweisen. Ich nenne nun den Hersteller und was passiert ist. Clickbait ist nicht etwas, was ich unterstützen will oder gar gezielt vornehme. Habe ich aber in der Vergangenheit probiert, auch mit Emojis haben wir gearbeitet. Ist mir aber alles zu blöd, zu aufwendig. Nicht zu den Inhalten passend. Deshalb gibt es bei uns auch überall denselben Titel zu sehen. Unsere Artikel haben nur eine Überschrift, egal ob bei Google, Google+, Facebook, Twitter, hier im Blog oder im Feedreader.

Viele Infos

Klar, der ein oder andere Social Media-Typ schlägt die Hände über den Kopf zusammen, wie man das Klickpotenzial der Netzwerke so fahrlässig liegen lassen kann. Aber ich gestalte das nach meinem Gusto. Wie ich diese Netzwerke privat nutze, will ich auch hier umsetzen. Einfach schnörkellos und direkt. Deshalb sind nahezu alle Überschriften bereits mit den wichtigsten Details versehen. Folgendes Beispiel zeigt, dass ich oft sogar mit dem absoluten Gegenteil von Clickbait arbeite. Durch Titel und Thumbnail wird fast alles ersichtlich, ich mache den Klick auf den Artikel quasi überflüssig.

So müssten das bei den mit Abstand meisten unserer Artikel der Fall sein, ohne dass ich mir jetzt alles der letzten Wochen und Monate genauer angucke. Wenn das mal nicht der Fall ist, dann wäre entweder der Titel für mehr Details zu lang oder ich habe die jeweilige Formulierung „frei Schnauze“ gewählt. Was nämlich auch unschön ist, sind gekürzte Titel. Google und andere Netzwerke machen das, wenn Titel zu lang sind. Folgend ist zum Beispiel das Keyword „Standortverlauf“ gar nicht sichtbar. Nun schlagen die SEOs die Hände über dem Kopf zusammen. ;)

Von Clickbait habe ich nichts. Ein klickender Nutzer, der dann vom Artikel direkt wieder abspringt, ist für mich von Nachteil und bringt keinen Cent. Denn:

  • Keine per Einblendung vergütete Werbung aktiv
  • Hohe Absprungrate ist ein negatives Signal
  • Seit Jahren keine Direktvermarktung auf Basis unserer Views

Zudem sind unsere Artikel gar nicht Clickbait geeignet, da sie in der Regel selten über 200 Wörter lang sind. Wir kommen schnell auf den Punkt. Man muss bei uns nicht erst drei belanglose Absätze lesen, bevor der Leser beim eigentlichen Thema des Artikels ankommt. Wir probieren themenverwandte Artikel zu verlinken, statt alle Erkenntnisse der letzten Tage in jedem Artikel, zum Beispiel bei Artikel über ein einziges Gerät, ständig neu zu wiederholen. Wer mehr lesen will, kann sich da selbst durchklicken.

Auch teilen wir selten bestehende Artikel mehrmals bei Facebook und Co, das passiert im Monat sicher keine fünfmal.

Wiederholungen vermeiden

Wir wiederholen gewisse Artikel nicht, nur weil es sich gerade anbietet. Aktuell geht wieder eine Infografik um, in welcher Sony über die Update-Bereitstellung aufklärt. Klar würde das jetzt echt gut passen, weil Android 9 Pie veröffentlicht wurde und das Update-Thema daher sehr heiß sowie aktuell ist. Aber wir und andere haben über diese Grafik schon vor über 10 Monaten geschrieben. Sollten wir so etwas wiederkauen, ist das eher ein Versehen – kürzlich passiert.

Gleiches beim Huawei Mate 20 lite, das aktuell ein heißes Thema ist. Es gibt nun erneut Pressebilder-Leaks. Aber darüber schreibe ich nicht erneut, denn es gab solche Bilder schon vor Tagen [1 /2]. Wir würden nichts neues sehen oder erfahren, deshalb ignoriere ich den neusten Leak. Sollte mal das Gegenteil der Fall sein, dann um eine bislang unbekannte Quelle zu bestätigen oder im schlimmsten Fall auch zu entkräften. Wobei letzteres bereits vor einem Artikel passieren sollte und nicht danach.

Was den letzten Punkt angeht, haben wir uns deutlich gesteigert. Nach vielen Jahren sollte man gelernt haben, welche Quellen für Leaks zuverlässig sind. Ich sehe längst davon ab, jeden Kommentar von Weibo, Digitimes und Co, hier als Blogbeitrag zu posten. Da arbeiten inzwischen andere, zumeist langjährige Profis auf einem anderen Niveau. Ihr könnt ja gern mal schauen, was auf der ein oder anderen Tech-Seite so abgeht. Der werden Fitness-Artikel geschrieben, um Fitness-Tracker per Affiliate verkaufen zu können. Oder der Europjackpot ist Thema.

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