Eigentlich müssen Google-Apps auf einem Android-Smartphone vorinstalliert sein, nur dann sind die entsprechenden Lizenzen sowie Zertifizierungen vorhanden und die Nutzung ist offiziell erlaubt. Für die zahlreichen Google-Apps gibt es allerdings seit sehr vielen Jahren einen Graumarkt, den Google bislang immer nahezu ohne Einschränkungen duldete. Diese Offenheit scheint ein Ende zu finden. Hierfür sind in den letzten Tagen zahlreiche eindeutige Hinweise ans Tageslicht gelangt.

Grund 1: Google setzt vorhandenes Zertifikat voraus

Was ist zuletzt passiert? Da wäre einerseits der Schritt bei den ersten Google-Apps zwingend eine Lizenzierung vorauszusetzen, damit diese Apps noch verwendet werden können. Google führte diese Veränderung bislang in Google Messages und Google Duo ein, wie der Quellcode der Apps verriet. Das sind keine Gerüchte, sondern Tatsachen. Mit dem 31. März 2021 endet die Zeit, in der wir diese Apps auf Geräten ohne Google-Lizenz bzw. Zertifikat verwenden konnten.

„Am 31. März wird Messages nicht mehr auf Geräten funktionieren, die keine Zertifizierung vorweisen können.“

Neuere Huawei-Smartphones sind damit offiziell nicht mehr in der Lage diese Apps auszuführen.

Grund 2: Google-Apps nicht mehr auf chinesischen Smartphones

Nicht wesentlich später hörten wir von Xiaomi, dass der chinesische Hersteller zukünftig die Installation der Google-Apps unterbindet, wenn die jeweiligen Geräte keine Lizenzierung vorweisen können. Das betrifft zwar ausschließlich die China-Modelle, doch damit ist der Import für günstigere Preise für Kunden nach vielen Jahren endgültig uninteressant geworden. Es ist unklar, warum Xiaomi diesen Schritt geht, doch er passt gut uns aktuelle Bild.

Grund 3: Installation nur noch aus offizieller Quelle

Zu guter Letzt ist fast zeitgleich bekannt geworden, warum die Sideload-Methode der App-Installation für die Google Kamera in jüngerer Vergangenheit nur noch eingeschränkt funktionierte. Google hat tatsächlich ein paar weitere Methoden für das System eingeführt, um die Installation einer App tiefgehend zu prüfen und ggf. abzulehnen. Auch aus nicht für den Nutzer sofort ersichtlichen Gründen ist die Installation einer Google-App unter Umständen nicht mehr möglich, wenn sie nicht über eine offizielle Quelle (Play Store) geschieht.

Google ist nicht mehr egal, was mit den eigenen Apps passiert

Wie einleitend erwähnt, hatte sich Google lange Zeit kaum um inoffizielle Quellen geschert. Überall im Netz finden wir die Google-Apps, die sich teilweise auf jedem Android-Gerät mehr oder weniger unkompliziert installieren lassen. Allerdings deuten die jüngsten Hinweise ganz klar auf eine andere Zukunft hin, Google scheint die eigenen Werke besser schützen zu wollen. Was vielleicht unpopulär wirkt, ist natürlich gutes Recht des Konzerns.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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2 Kommentare

  1. Wen interessierts? Es gibt genug Alternativen. Somit sprengt Google das Monopol auf und macht Raum für neue Apps.

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