Volkswagen hat mit dem ID Polo den Einstieg in die elektrische Kleinwagen-Klasse bekannt geben und wird damit ein recht teures Auto verkaufen wollen. Obwohl der Einstieg bei 25.000 Euro startet, werden sich viele Kunden eher für mehr Ausstattung und Batterie entscheiden, was schnell sehr teuer werden kann.
In den Communities sieht man eine wachsende Kritik an den hohen Preisen der Volkswagen-Modelle schon seit Jahren. Natürlich auch beim ID Polo, der mit großer Batterie und Sonderausstattung sogar jetzt schon die 40.000 Euro knackt und da reden wir noch nicht vom ID Polo GTI.
Ein Nutzer hat sich einen Renault 5, Opel Corsa Elektro und den ID Polo konfiguriert, wobei er nur beim VW mit einiger Ausstattung schnell bei über 41.000 Euro landete. Obwohl es die Standardfarbe ist, die kleine 17 Zoll Felge und so weiter. Die Konkurrenten kosten teilweise 5.000 Euro weniger, zumindest nach Listenpreis.
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Denn in den Kommentaren wird schnell klar, dass zumindest erfahrenen Kunden bewusst ist, wie hoch VW in der Regel mit dem Listenpreis liegt. Aber der Listenpreis im Konfigurator ist eben oft nicht das, was der Kunde am Schluss wirklich zahlt. „Deutsche lieben Rabatte, und die deutschen Autohersteller haben dieses System perfektioniert.“
Zugegebenermaßen muss man das berücksichtigen, wenn es wirklich um den Kauf oder auch um das Leasing der Fahrzeuge geht. Der reine Konfigurator-Preis hat nicht viel zu sagen, obwohl es dennoch ein Indikator dafür ist, wie teuer ein Volkswagen heute sein kann, selbst wenn es ein Kleinwagen ist.
Andere verweisen außerdem darauf, dass VW nie oder zumindest in den letzten Jahrzehnten billig war, besonders der höhere Preis im Vergleich zu den Konkurrenten kaum überraschen sollte. Dass sich viele so sehr an „Volk“ in Volkswagen aufhängen und deshalb niedrige Preise erwarten, verstehe ich persönlich ohnehin nicht.
Außerdem werden Funktionen wie IQ Drive gelobt, die VW-Modelle würden damit bereits sehr gut „selbst fahren“ und übertreffen Systeme vieler anderer Hersteller. Es sei den vierstelligen Aufpreis definitiv wert. Ich hatte den Travel Assist schon vor drei Jahren im ID.3 und war auch begeistert.

Ich finde die Diskussion müßig. Volkswagen war wahrlich nie die günstigste Marke auf dem Markt…woher kommt also jetzt der Anspruch her?
Und ja, der Polo ist teuer…so wie alle Autos in den letzten Jahren teurer geworden sind.
Was man aber nicht vergessen darf: Der Polo setzt in vielen Bereichen als Elektroauto neue Standards in der Kleinwagenklasse: Sei es Platzangebot, Kofferaumvolumen (441 Liter vs 326 Liter beim R5) oder ganz banalen Dingen wie Effizienz und Ladegeschwindigkeit (24 Minuten vs 31 Minuten beim R5).
Also ja…der Polo ist teuer. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man damit momentan ein einzigartiges Paket und den besten Kleinwagen für das Geld bekommt.
wenn die Kapazität der geladenen Batterien tatsächlich identisch ist, sind 6 Minuten kein Quantensprung
Wir kennen die Kalkulation von VW nicht. Doch um mit 25Tausend zurecht zu kommen, müssten gegenüber 40Tausend 60% mehr Fahrzeuge verkauft werden. Der Konzern ist finanziell angeschlagen, das Management sieht sogar die Existenz des Wolfsburger Herstellers gefährdet. Es gibt zwar diejenigen, die deutsch/europäisch kaufen wollen, doch andere rechnen mit spitzem Bleistift. Da wäre dann der Leapmotor B05, das Tesla Model 3 und der gnadenlos effiziente Hyundai INSTER. Bis auf Navi kann der alles. Er kann die Batterie vorwärmen, hat Wärmepumpe, bietet Plug&Carge und sogar Vehicle-2-Load. Chinese, wen interessiert’s? Der MG MG4 ist gut ausgestattet und neben dem Renault 5 E-Tech sind da noch der Leapmotor B10, der Opel Corsa Electric, der aktuelle Nissan Micra, der Kia EV2, der Renault 4 E-Tech, der Škoda Epiq 55, der
BYD DOLPHIN, der Renault Megane E-Tech, der Volvo EX30 und viele andere. Jeder mit speziellen Stärken und Schwächen. Warum es für den Polo keine Wärmepumpe gibt, lässt sich schwer nachvollziehen. Momentan wäre da der ID.3 die bessere Variante. VW hat zwar viel für den Innenraum getan, doch der Megane ist besser ausgestattet, der Corsa hat den geringeren Verbrauch, der INSTER ist deutlich billiger. Bei dem jetzigen Preis gibt es einfach zu viele, die auch gut sind.
Und wer bietet Matrix-Scheinwerfer IQ-light? Und Massagesitze mit Kühlfunktion?
Ganz abgesehen von der Effizienz.
Die angeblichen Konkurrenzmodelle sind Billigheimer. Wer damit zufrieden ist, soll sie kaufen.
Und mit diesen „Billigheimern“ werden mehr als 90% der Kunden zufrieden sein und müssen nicht die (über?)teuren Volkswagen kaufen.
Wer braucht IQ -light? Die bei VW sollen erstmal ordentliches Licht ohne Marketingsprech hinbekommen. Bei der E Mobilität befindet sich VW offensichtlich immer noch in der Experimentierphase. Der letzte ID3 eines Freundes war der grottigste Wagen den ich bisher gesehen habe, das sagt er sogar selbst. Wärmepumpe kostet immer Aufpreis und onboard gibt es nur 11kw…
Über die Aufpreispolitik kann man freilich streiten. Aber 11 kW ist ohne Ausnahme der Standard der Branche für AC-Laden und nur wenige bieten überhaupt 22 als kaufbare Option an. IQ-Light, egal wie das nun heißt oder nicht, hat meines Erachtens schon vor Jahren wirklich sehr gut funktioniert.
So so, der Autor war vom Travel Assist im ID3 begeistert… Wovon genau ? Von den Phantombremsungen, der unkontrollierten Beschleunigung auf Abbiegespuren ? Dem Erfinden von Verkehrszeichen, die gar nicht da sind oder vielleicht dem Übergehen von vorhandenen Geschwindigkeitsbegrenzungen ?
Als ehemaliger Phaeton Fahrer (Gott sei Dank nur auf Zeit bis mein Firmenwagen geliefert wurde) fand ich auch das spontane beschleunigen in Richtung Haltender Stadtbusse spannend. Ebenso die spontane Beschleunigung von 60 auf 130km/h im Baustellenbereich. Echt super Features von VW! 🙄👍🏻
Vielleicht hat der Kollege ein Update in der Werkstatt erhalten – so was gibt’s weder drahtlos noch automatisch. Und die Ausschilderung auf fast allen Baustellen ist so bizarr (liederlich gemacht), dass graue Plastiktüten zum Verhüllen der Original-Schilder im „Boen-Kragen“ jedes heftigen Schauers das Weite suchen und gelbe Linien als 100 m lange „Schlangen“ die gesamte Fahrbahn einnehmen. Da kann vielleicht ein Assistent automatisch kapitulieren und mit Warnton die Verantwortung zurückgeben. Ich persönlich akzeptiere fast nur die Warnung nach Vorne für minimalen Abstand – alles andere braucht soviel Aufsicht, dass der Verzicht kaum zu bemerken ist.
Das ist bei Mercedes genau der gleiche SCH….Beschleunigen oder sogar abbremsen auf der Autobahn bis gewollt 60 runter.
Autonomes Fahren ist noch weit weg.
Phantombremsungen kenne ich ausschließlich von Tesla, hatte ich noch nie in einem anderen Auto. Auch die anderen Probleme sind keine, die ich hatte. Mein Hyundai erkennt Geschwindigkeiten dafür wirklich schlecht.
Klar – ein Produkt, das erst in 6 Monaten die ersten „normalen“ Käufer erreichen wird, muss zur Markteinführung jene zum Kaufen animieren, die bereit sind, die Anlaufkosten vergleichsweise schnell zu finanzieren.
Ich bin seit Jahren (nach Chemie-, Lebensmittel- und Pharma-Industrie) in Automotive engagiert und habe auch ein VW-Lieferanten-Konto. Selbstständiger seit, direkt nach Werkstudent, über 40 Jahren. Für einen ziemlich gut ausgestatteten ID.Polo soll ich Anfang 2027 einen Betrag von 32.000 € netto zahlen – verbindlich bestellt ist bereits und so kann ich bis Ende 2027 über Anspar-Investition und die Monate in 2027 bis zu 75% direkt Abschreibung geltend machen. Also Einnahmen aus Projekt-Arbeit investieren, ohne Unternehmenssteuern jeglicher Art abzuziehen. Und der geldwerte Vorteil für ein BEV ist mit 0,5% je Monat auch die Hälfte dessen, was bisher die Verbrenner-Mobile erfordert haben.
Mein Zögern für den Umstieg auf ein BEV lag darin begründet, dass unterwegs Laden mit 400V-Technologie und die Batterie-Montage in Europe gegeben sein muss, um minimale Abhängigkeit von China zu erhalten.
Wahrscheinlich werden Preise und Wartezeit für den 53 kWh Akku alsbald in ID.Polo und ID.Up so unerträglich teuerer sein, dass diese Modelle tatsächlich fast nur noch mit dem kleineren Akku ausgeliefert werden. ID.Polo GTI und ID3.neo sind aktuell schon identisch motorisiert.
Für Privatkäufer werden Neuwagen immer unwirtschaftlicher – das ist bei Stellantis-Modellen leider nahezu identisch. Ob Renault-Dacia oder die PSA-Gruppe da dauerhaft preiswerter bleiben, liegt in der Stabilität der Supply-Chain aus China. Und wahrscheinlich kommt mit dem ID.Up ein deutsches Pendant auf den Markt, wenn Cupra Reval und ID.Polo die spanischen Fabriken auslasten. Von der Übernahme deutscher Standorte durch China-Partner von VW ist regelmäßig etwas zu lesen.
Der Grundsatz „Hoher Neupreis = Hoher Wertverlust“ bleibt
Der Travel Assist ist bestenfalls auf einer relativ wenig befahrenen Autobahn benutzbar. Bei allen anderen Fällen gibt es ständig Probleme. Vor allem das plötzliche Beschleunigen treibt mir den Schweiß auf die Stirn. Ich fahre sogar deutlich aufmerksamer, wenn ich ihn denn mal benutze, weil ich ständig mit einem Fahrfehler des Assistenzsystems rechne. Nützlich ist er im Stau mit Start und Stop. Das funktioniert ganz gut. Aber ein „Must have ?!?!?“ ist das Teil ganz sicher nicht. Ich könnte locker darauf verzichten.
Echt? Ich habe den auch innerstädtisch gerne genutzt.
Es stimmt halt auch faktisch nicht. Der „billigste“ Elektro-Corsa kostet Stand 7.7.2026 30.440€ (Liste). Dafür bekommt man Stahlfelgen, minimalste Assistenten (die von der EU vorgeschriebenen) und einen einphasigen (!) 7,4kw Lader. Aus der 46kWh Batterie holt er schlechte 357km WLTP. Der ausstattungsbereinigt, praktisch gleich teurer Polo schafft mit seinen 52kWh ca. 100km mehr. Der etwas effizientere 156PS Corsa kostet dann aber noch einmal 1.500€ mehr und schafft auch nur 429km WLTP.
Der 25.000€ id.Polo ist faktisch schon besser ausgestattet, hat z.B. ACC und kann mir 3 Phasen 11kW laden. Wie man vor diesen Fakten einen solchen Artikel generieren kann, bleibt mir schleierhaft.