„Tesla go home“: Deutsche Stromer begeistern im 1.000 Kilometer Test

BMW iX3 Neue Klasse Hero

Erst haben die deutschen Hersteller Elektroautos mächtig verschlafen, dann haben sie mächtig aufgeholt. In den neuesten Tests zeigen die brandneuen 800-Volt-Stromer von Mercedes und BMW, dass sie für die Langstrecke taugen.

Man muss natürlich trotzdem erwähnen, dass BMW für seine massive Reichweite auch die größten Akkus verbaut. Wenn wir in die aktuelle Tabelle des bekannten Bjørn Nyland schauen, dann schafft der iX3 seine Rekordwerte vor allem auch aufgrund der massiven 108 kWh Batterie. Aber dadurch wird das große SUV mehr als tauglich für die Langstrecke.

BMW iX3 kommt 724 Kilometer bei 90 km/h im Schnitt

Beim Speed von 120 km/h (für Deutschland eher relevant) kommt das SUV noch 511 Kilometer weit und war mit 21,3 kWh auf 100 Kilometer recht genügsam. Wirklich erfreulich ist daran, dass es große Fortschritte gibt, denn der alte iX3 hat beim gleichen Test noch 23,5 kWh genommen, trotz des deutlich leichteren 75 kWh Akkus, der kleineren Maße und den kleinen Rädern.

Schaut man auf die Konkurrenz, dann kann das große SUV viele andere alt aussehen lassen, denn vergleichbare Werte bieten in der Regel nur Limousinen. Was es umso spannender macht, wie dann der BMW i3 in diesem Test abschneidet, da erwarte ich ehrlich gesagt einen Kampf um die Tabellenführung mit dem Lucid Air.

Nyland Tabelle mit iX3

CLA 250: 1.000 Kilometer: Das perfekte elektrische Reiseauto

Ein anderer aktueller Test kommt von Andreas Haehnel, der sich den CLA 250+ mal auf seiner 1.000 Kilometer Challange angeschaut hat. Der erste Mercedes auf einer der neuen Elektroauto-Plattformen, der auf ein Zwei-Gang-Getriebe setzt und sehr effiziente Elektromotoren integriert hat, schafft diesen Test mit Abstand in Rekordzeit.

Gebraucht hat man hier 8:12 Minuten. Das sind 40 Minuten weniger als ein Model 3 LR AWD für dieselbe Strecke benötigte – das bis dato beste Auto in diesem Test. Auch beim Verbrauch zeigt sich deutlicher Abstand, den Haehnel mit 21,8 kWh für den Mercedes bei durchschnittlich 121,95 km/h angibt, während der Tesla mit 24,3 kWh bei 112,74 km/h bereits deutlich „hungriger“ gewesen ist.

Haehnel CLA 250+

Was Mercedes und BMW noch sehr gut machen sind die Ladestopps. Da ist man vor allem Tesla inzwischen weit voraus, die neuen deutschen Stromer springen quasi ad-hoc auf ihre bis zu 400 kW und halten dann über mindestens 10 Minuten eine sehr gute Ladekurve.

Was gibt es jetzt zu beachten in den kommenden Jahren? Ich denke, BMW muss an der Effizienz noch arbeiten, um die Batterien langfristig wieder kleiner zu bekommen. Auch Mercedes hat da noch Arbeit vor sich, wenn es um Fahrzeuge geht, die nicht perfekt für den Wind geschnitten sind. Denn wenn wir bei Nyland allein nach den Verbrauchswerten gucken, dann liegen 10 verschiedene Tesla-Ausführungen in der Tabelle noch vor dem CLA 350 von Mercedes.

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