VW hat mit dem Elektroantrieb alles umgekrempelt: Das war zu viel für den Kunden

ID.3 Neo Teaser 7

VW hat es begriffen. Man hat bei Volkswagen gemerkt, dass nur weil sich der Antrieb unter dem Fahrzeug verändert, nämlich vom Verbrenner zum Elektroauto, deshalb nicht alles andere automatisch über Bord geworfen werden muss. VW hat es beim ID.3 und anderen Modellen probiert: viel Touch, sehr stark reduziert, und hat dann gemerkt, dass die Kunden das gar nicht wollen.

Die Kunden wollen ein Drehrad, die wollen einen Schalter, die wollen einen Taster. Die Kunden wollen für vier Scheiben auch vier Hebel haben, um diese Scheiben bedienen zu können. VW hat sich inzwischen auf alte Stärken zurückbesonnen, aber vor allem auf klassische Bedienelemente, denn diese sind in Europa immer noch gefragt.

Fokus auf Nutzerfreundlichkeit und zeitloses Design

Man hat bei VW eingesehen, dass man als größte Volumenmarke in Europa eine extrem breite Kundenschicht hat, die grundsätzlich auf Vertrautheit und Bedienungsfreundlichkeit setzt. Genau das gab es bei VW in den letzten Jahren nicht oder nur noch stellenweise zu finden. Nun gab es die Erkenntnis, dass man nicht alles umkrempeln muss und vieles unbedingt rückgängig machen muss, was zum Beispiel mit dem ID.3 eingeführt worden war.

Leider wahr, aber echte Bedienelemente im ID.3 Neo sind ein Highlight:

ID.3 Neo Klima
VW ID.3 Neo, Foto: VW

Das gilt übrigens auch für den Look von Volkswagen, die jetzt bei ihren Elektroautos schon beim ID.3 versuchen, den klassischen Stil von VW zurückzuholen. Das Design von Volkswagen ist nach Ansicht der VW-Leute vor allem von Klarheit und Solidität gestützt. Die Autos der letzten Jahrzehnte waren nach Ansicht von VW meistens zeitlos schön und strahlten Zuverlässigkeit aus. Genau das holt man jetzt auch wieder zurück in die neuen Modelle.

Keine Überforderung der Kunden mehr

Man will damit insgesamt den Kunden nicht mehr so krass überfordern, wie man es in den letzten Jahren gemacht hat, als man Antriebstechnologie, Bedienfunktionen und Design der Fahrzeuge auf einen Schlag änderte. Das war einfach zu viel, das hat man eingesehen, und deshalb gibt es jetzt zumindest teilweise den Weg zurück. Gesetzt ist jedoch: VW bleibt beim Elektroantrieb für die kommenden Jahre. Dieser wird das Portfolio in den nächsten Jahren dominieren.

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