BMW und VW zweifeln an BYDs großen Zahlen

BYD Denza Z9 GT Megawatt T Charger 2 Flash Charging

BYD: Flash Charging

BYD wirft besonders in Europa mit großen Zahlen und Versprechen um sich, doch die Zweifel anderer Automarken werden größer und vor allem auch öffentlich. Nun ließt man auch von VW-Leuten, dass sie an den Vorhaben von BYD große Zweifel haben und nicht alles glauben wollen.

Zugegebenermaßen glauben wir hier auch nicht alles. Was man bei BYD verspricht, das klingt erst mal ziemlich gut und teilweise sehr krass, doch es kommt bislang bereits einiges verzögert. Beim Atto 3 Evo sieht man gerade, dass allein die Umstellung auf 800 Volt kein Gewinn sein muss, wenn andere Parameter wohl nicht passen.

Das neue Flash-Charging funktioniert wohl zweifelsohne, derzeit aber in Europa nur bei BYD-Elektroautos (mit Denza-Logo) jenseits der Marke von 100.000 Euro. Wann die Technologie in „normalen“ Autos ankommt? Das weiß keiner. Vielleicht kann man auch deshalb nur schwer glauben, dass BYD in den nächsten Jahren mehr als 3.000 dieser Ladegeräte in Europa platziert.

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Nach zahlreichen Ankündigungen stehen immerhin die ersten Flash-Charger. Irgendwo im Nirgendwo. Die nächsten Standorte oder konkrete Infos zum Ausbau? Fehlanzeige. Was ich zumindest gut finde ist überhaupt der Ausbau mit eigenen Ladesäulen, das hat auch Tesla zu mehr Popularität und Kundenbindung verholfen.

Dass diese Ladetechnologie mit jenseits der 1.000 kW gut und sicher für die Batterie ist, hat man bei BMW schon in den letzten Wochen medienwirksam angezweifelt. Auch aus dem VW-Lager hört man Zweifel bezüglich der BYD-Versprechen.

Stephan Rehak leidet die Kommunikation bei Volkswagen Design und zeigt sich auf X eher skeptisch was die 3.000 Ladepunkte angeht, die BYD für Europa zeitnah verspricht. Auch was die Herkunft dieser Infos angeht, zweifelt Rehak an und wird schon fast hämisch. Es scheint nicht mal den BYD-Leuten klar zu sein, ob man jetzt von 300 oder 3.000 sprechen soll.

„Die Dame, die heute in Stuttgart bei Best Cars von AMS einen Preis für BYD entgegennahm, sagte, dass es 300 von diesen Stationen geben wird, nicht 3000…“

Bei seinem zweiten Kommentar bezieht er sich auf das BYD-Werk in Ungarn, das eigentlich seit Oktober 2025 produzieren wollte, woraus nun Herbst 2026 wurde. Das Werk in der Türkei ist sogar komplett auf Eis gelegt. Vollmundige Versprechen enden im Nichts.

„Wenn es sich um dieselben Quellen handelt, die den Produktionsstart des BYD Dolphin in Ungarn im Oktober 2025 bestätigen, dann verstehe ich.“

Man muss schon sagen, dass besonders bei BYD sehr geprahlt wird. Die letzte große Nummer ist das Ziel zu einem der weltweit führenden Autohersteller nach Absatzzahlen zu werden. Das würde sehr viel Wachstum binnen kürzester Zeit erfordern. Vielleicht überschätzt sich BYD und den eigenen Erfolg hier deutlich.

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