Europäer fahren gerne kleinere Autos, abseits vom SUV-Trend. Doch besonders der Wandel zur Elektromobilität brachte zuletzt mit, dass die Hersteller immer mehr große Autos bieten und kleine Verbrenner aus dem Portfolio werfen. Nun soll es eine Lösung geben.
In der EU plant man eine neue Fahrzeugklasse mit einer Länge von bis zu 4,20 Meter, da würden auch aktuelle Modelle wie ID Polo und Skoda Epiq reinfallen. Die neue Unterklasse soll sehr günstige Elektroautos möglich machen, da reden wir von 15.000 Euro. Erste Hersteller kündigen an, diesen Preispunkt bieten zu wollen.
Im Gegensatz zu leichten Kleinstfahrzeugen müssen diese Modelle vollwertige Pkw-Sicherheitsstandards und die Euro-7-Norm erfüllen. Vorgesehen ist die neue M1E-Klasse ausschließlich für vollelektrische Fahrzeuge. Der große Preisvorteil wird ermöglicht, weil die gesetzlichen Vorschriften für neue Assistenzsysteme für 10 Jahre eingefroren sind.
SmartDroid.de bei Google folgenAußerdem werden diese Autos mit einem größeren Faktor auf die CO2-Flottenziele angerechnet. Damit haben die Hersteller einen Anreiz diese Autos anzubieten und in vernünftigen Stückzahlen zu verkaufen. Somit soll der angesprochene Preis für den Hersteller wirklich rentabel sein.
Gelten soll das wohl nur für Fahrzeuge aus Europa, somit würden asiatische Angebote nicht davon profitieren. Der geplante MG2 oder auch der bereits angekündigte EV1 von Kia sind somit raus und würden tendenziell mehr als europäische Elektro-Kleinwagen kosten (nach aktuellem Stand).
Lange Zeit haben europäische Kunden vor allem auf dem Preis rumgehackt: Elektroautos wären zu teuer und nur was für Besserverdiener. Doch der Wind dreht sich, das Angebot an Kleinwagen wächst und scheint demnächst (2027) noch einmal viel attraktiver für uns zu werden.
Von europäischen Marken sind bereits neue Modelle angekündigt, dazu gehört etwa der VW Up-Nachfolger für 2027, den man bislang ID Every1 nennt. Citroen kündigte das Ente-Comeback mit dem elektrischen 2CV an, Renault hat den Twingo Elektro. (via Handelsblatt)
