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Autohersteller planen Abogebühren für die Nutzung von Android Auto und Co

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

BMW Alexa

So langsam aber sicher gleiten den Autoherstellern die Möglichkeiten aus der Hand, wie man mit den eigenen Fahrzeugen später noch Geld verdienen kann. BMW hat nun eine pfiffige Idee, fortlaufende Gebühren für die Nutzung von Apple CarPlay einzuführen. Heute braucht es kein aktuelles Navigationssystem mehr, eigentlich reicht ein Display mit Support für Apple CarPlay und Android Auto. Den Rest erledigen wir über das Smartphone, das wir mit dem Auto verbinden.

Damit entfällt den Herstellern die Cash Cow, alle paar Jahre den Kunden neue Karten für die Navigationssysteme und andere Software-Updates verkaufen zu können. Nun aber eine neue Idee bei BMW, man verlangt einfach eine Gebühr für die Schnittstelle zu Apple CarPlay. BMW will ab 2019 von seinen Kunden 80 Dollar je Jahr verlangen, damit die Schnittstelle zu Apple CarPlay für den Autofahrer nutzbar ist. Bislang musste die Option einmalig (300 Dollar) beim Autokauf bezahlt werden.

Abo-Modell für Schnittstellen für Smart Home und Smartphone

BMW verkauft das als supercool und modern, denn ein solches Abonnement könnte man jederzeit kündigen, zum Beispiel beim Wechsel auf ein Android-Smartphone. Android Auto gibt es bei BMW nicht. Allerdings dürfte BMW eher darauf spekulieren, auf lange Sicht mit den Kunden fortlaufend Geld zu verdienen. Bereits ab dem vierten Jahr verdient BMW dann mit dem CarPlay-Abo mehr als mit der bisherigen Einmalzahlung. Dieses neue Abo-Modell könnte Schule machen.

Immerhin soll das erste Jahr kostenlos sein, so BMW gegenüber The Verge. Erinnert mich an den 30 Tage Test bei Netflix und Co. Dennoch sehe ich vergleichbare Optionen in Zukunft schon bei vielen anderen Herstellern, man zahlt einmalig für das große Navi bzw. den Bildschirm und monatlich oder jährlich für die Schnittstellen zu Apple CarPlay, Android Auto, Amazon Alexa und Co.

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