Apps, die nur eine Webseite starten, sind mit den neuen Richtlinien für den Chrome Web Store nicht mehr erlaubt. Die Entwickler haben aber eine Schonfrist.

Den Chrome Web Store gibt es schon seit 2011. Seitdem hat es sich nach Googles Angaben zum größten Katalog an Browser-Erweiterungen entwickelt, mehr als 200.000 finden sich dort. Spätestens mit dem Erfolg von Chrome OS ist er zu einer wichtigen Anlaufstelle für Tools und Browser-Extensions geworden – doch der Store wird nicht optimal gepflegt.

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Mit der Masse finden sich natürlich auch viele schwarze Schafe unter den praktischen Erweiterungen. Und gerade am Browser könnte sich bösartige Software an einer kritischen Schnittstelle zwischen Nutzer und Internet einklinken. Daher hat Google die Richtlinien für Entwickler nun schärfer formuliert, um vor allem überflüssige Erweiterungen loszuwerden, wie Apps, die wiederum einfach nur eine andere oder eine Webseite starten. Ebenfalls unerwünscht sind fortan Anreize, um die Bewertungen positiver Art in die Höhe zu treiben – na endlich.

Google gibt den Entwicklern Zeit bis zum 27. August, um den Bestimmungen zuzustimmen. Nach diesem Datum werden alle Einträge entfernt, die ihnen nicht entsprechen. Im Deutschen lesen sie sich ungefähr so (mit Hilfe von DeepL übersetzt):

  • Entwickler oder ihre Partner sollten im Chrome Web Store nicht mehrere Erweiterungen veröffentlichen, die die gleichen Funktionen bieten.
  • Erweiterungen sollten keine irreführenden, unsachgemäß formatierten, nicht beschreibenden, irrelevanten, übertriebenen oder ungeeigneten Metadaten haben, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Beschreibung der Erweiterung, den Namen des Entwicklers, den Titel, das Symbol, Screenshots und Werbebilder. Die Entwickler müssen eine klare und gut geschriebene Beschreibung liefern. Anonyme Benutzeraussagen in der Beschreibung der App sind ebenfalls nicht erlaubt
  • Entwickler dürfen nicht versuchen, die Platzierung von Erweiterungen im Chrome Web Store zu manipulieren. Dazu gehört unter anderem, aber nicht ausschließlich, das Aufblähen von Produktbewertungen, Rezensionen oder Installationszählungen durch unrechtmäßige Mittel, wie z. B. betrügerische oder mit Anreizen versehene Downloads, Rezensionen und Bewertungen.
  • Erweiterungen mit dem einzigen Zweck, eine andere Anwendung, ein Thema, eine Webseite oder eine Erweiterung zu installieren oder zu starten, sind nicht zulässig.
  • Erweiterungen, die Benachrichtigungen durch das Versenden von Spam, Anzeigen, Werbeaktionen, Phishing-Versuchen oder unerwünschten Nachrichten, die das Surf-Erlebnis des Benutzers beeinträchtigen, missbrauchen oder mit dem Missbrauch von Benachrichtigungen verbunden sind, sind nicht erlaubt. Erweiterungen, die Nachrichten im Namen des Benutzers versenden, ohne dem Benutzer die Möglichkeit zu geben, den Inhalt und die beabsichtigten Empfänger zu bestätigen, sind ebenfalls nicht erlaubt.

 

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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